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Gegnercheck HSC Hannover – Mit neuem Trainer in die zweite Regionalliga-Saison

Am Samstag, den 12. September, empfängt der VfB Lübeck am achten Spieltag der Regionalliga Nord den HSC Hannover. Anstoß im Stadion an der Lohmühle ist um 14 Uhr. Während der VfB nach sieben Spieltagen mit drei Punkten und einem Torverhältnis von 6:15 weiterhin auf dem 18. Tabellenplatz steht, reist der HSC als Tabellenzwölfter nach Lübeck. Die Hannoveraner haben bislang acht Punkte gesammelt und weisen bei 10:16 Toren eine Bilanz von zwei Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen auf.

Der Hannoversche Sport-Club von 1893 blickt auf eine lange und bewegte Vereinsgeschichte zurück. Seine Heimat hat der Klub an der Constantinstraße im Stadtteil List.

Sportlich hat der HSC in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nord am Ende der Saison 2021/22 folgte zunächst ein schwieriger Weg. 2022/23 wurde der HSC Zwölfter der Oberliga Niedersachsen und musste aufgrund der Konstellation im niedersächsischen Fußball trotzdem den Gang in die Landesliga antreten. Dort gelang 2023/24 mit 75 Punkten und 100:40 Toren der direkte Wiederaufstieg. Noch eindrucksvoller ging es anschließend weiter: In der Saison 2024/25 wurde der HSC mit 61 Punkten Oberligameister und schaffte damit den zweiten Durchmarsch in seiner Vereinsgeschichte in die Regionalliga Nord.

Die erste Saison nach der Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse verlief dann erwartungsgemäß deutlich schwieriger. 2025/26 kam der HSC auf 37 Punkte und beendete die Spielzeit mit zehn Siegen, sieben Unentschieden und 17 Niederlagen auf dem 13. Tabellenplatz. Bei 49 erzielten Treffern kassierten die Hannoveraner 84 Gegentore. Damit gelang der Mannschaft von Vural Tasdelen letztlich der Klassenerhalt.

Nach viereinhalb Jahren endete im Sommer allerdings die Amtszeit von Tasdelen. Der 49-Jährige hatte den HSC im Januar 2022 übernommen und in dieser Zeit die Meisterschaften in der Landesliga und Oberliga sowie die Rückkehr in die Regionalliga gefeiert. Aus persönlichen Gründen gab Tasdelen das Traineramt ab, bleibt dem Verein aber in anderer Funktion erhalten. Sein Nachfolger ist Timo Struckmeier. Der 46-Jährige kam von Hannover 96 II, wo er zuvor vier Jahre als Co-Trainer von Daniel Stendel gearbeitet hatte. Struckmeier besitzt die A-Lizenz und war zuvor unter anderem beim JFV Calenberger Land und beim Heesseler SV als Jugendtrainer tätig. Der HSC verbindet mit seiner Verpflichtung insbesondere die Weiterentwicklung junger Spieler.

Der Saisonstart unter dem neuen Trainer verlief durchaus wechselhaft. Zum Auftakt lieferte sich der HSC beim 4:4 gegen Kickers Emden ein torreiches Duell. Anschließend folgte eine 0:2-Niederlage bei Hannover 96 II, ehe die Mannschaft mit einem 3:0 gegen Atlas Delmenhorst und einem 1:0 beim Bremer SV zwei Siege hintereinander feierte. Im Niedersachsenpokal schied der HSC anschließend mit einem 0:1 beim SV Meppen im Viertelfinale aus. In der Regionalliga folgte ein 1:1 bei Werder Bremen II, ehe die Hannoveraner am 2. September zuhause gegen den 1. FC Phönix mit 0:3 unterlagen und zuletzt am vergangenen Wochenende trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs mit 1:6 gegen den SC Weiche Flensburg 08 verloren. Damit wartet der HSC vor der Partie auf der Lohmühle seit drei Ligaspielen auf einen Sieg.

Eine zentrale Figur im HSC-Kader ist Kapitän Marcel Langer. Der 29-jährige defensive Mittelfeldspieler trägt die Binde bereits seit mehreren Jahren und ist eines der Gesichter des sportlichen Neuaufbaus in Hannover. Langer wechselte im Sommer 2021 vom VfB Germania Halberstadt zum HSC und blieb dem Verein auch nach dem erneuten Abstieg in die Landesliga treu. Gemeinsam mit Leander Baar, Fabian Weigel, Bastian Fielsch, Jonas Röhrbein und Tino Amberg führte er die Mannschaft anschließend zurück in die Oberliga und schließlich in die Regionalliga. Der gebürtige Stadthäger hat zudem eine interessante Vita mit Stationen in der Jugend von Hannover 96, bei Schalke 04 II und beim schottischen Klub Heart of Midlothian. In der laufenden Saison kam Langer bislang in allen sieben Regionalligaspielen zum Einsatz und erzielte dabei ein Tor und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Dass die Wege des HSC und des VfB in den vergangenen Jahren enger miteinander verbunden waren, zeigt insbesondere die jüngere Bilanz. In der Regionalliga Nord trafen beide Mannschaften bislang viermal aufeinander. Dabei gewann der VfB zwei Spiele, der HSC ebenfalls zwei, bei einem Torverhältnis von 5:5. Besonders bitter aus VfB-Sicht waren die beiden vergangenen Begegnungen: Am 12. Oktober 2025 verlor Lübeck trotz einer 1:0-Pausenführung noch mit 1:2, wobei Marcel Langer in der dritten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer für die Gäste erzielte. Im Rückspiel am 26. April 2026 setzte sich der HSC erneut mit 1:0 durch; Finn-Louis Kiszka erzielte damals in der 38. Minute das einzige Tor. Zuvor hatte der VfB beide Duelle der Saison 2019/20 für sich entschieden: Im September 2019 gewann Lübeck in Hannover mit 2:1, im März 2020 folgte ein 2:1-Heimsieg auf der Lohmühle.

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