2 Euro oben drauf: 4.130 Reinigungskräfte halten Lübeck sauber und sollen dafür mehr verdienen
Foto: IG BAU | Florian Göricke · IG BAU fordert Mindestlohn von 17 Euro pro Stunde für die Gebäudereinigung
Für saubere Büros, Kitas und Klassenzimmer: Wer die Hansestadt in Schuss hält, soll dafür auch mehr verdienen. Dafür macht sich die IG BAU Holstein stark. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft fordert 2 Euro mehr pro Stunde. „Und das für alle, die professionell im Gebäudereiniger-Handwerk arbeiten – drinnen in Altenheimen oder Betrieben genauso wie draußen an der Fensterfassade“, sagt der Vorsitzende der IG BAU Holstein, Ralf Olschewski, zur aktuellen Tarifforderung seiner Gewerkschaft für das Gebäudereiniger-Handwerk.Der Mindestlohn für die Gebäudereinigung würde dann auf 17 Euro pro Stunde steigen. Für die Glas- und Fassadenreinigung fordert die Gewerkschaft einen Stundenlohn von künftig 20,40 Euro. Insgesamt arbeiten rund 4.130 Beschäftigte in 96 Unternehmen der Gebäudereiniger-Branche in Lübeck. „Die Inflation ist jetzt wieder nach oben gegangen.
Die Preise ziehen an: Mieten, Sprit, Lebensmittel. Das trifft die Reinigungskräfte härter als die meisten anderen, weil sie viel zu wenig verdienen – vor allem auch für die harte Arbeit, die sie machen. Es wird deshalb Zeit, beim Lohn in der Gebäudereinigung aufzuholen“, so Ralf Olschewski. Die Verhandlungen dazu starten nach Angaben der IG BAU noch im September.
