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Antisemitischer Überfall und tätlicher Angriff auf den Landesvorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Schleswig-Holstein

Vergangenen Samstagnachmittag, am 21. Februar 2026, gegen 17 Uhr wurde der Landesvorsitzende der DIG SH und seine Begleiterin nach einer „Free-Iran-Kundgebung“ in Solidarität mit Israel und der iranischen Freiheitsbewegung in einem PKW im Knooper Weg Kiel von drei vermummten Angreifern überfallen und attackiert.Die Täter, drei in schwarz gekleidete und mit roten Halstüchern vermummte junge Männer aus der autoritär-antiimperialistischen linksextremistischen Szene, spähten den DIG-Landesvorsitzenden und Kundgebungsanmelder aus und lauerten ihm beim Verladen des Demonstartions-Equipments auf.

Wie aus dem Nichts kommend stürmten die Täter auf den in den parkenden PKW eingestiegenen DIG-Landesvorsitzenden, der sich während des Angriffs gerade hinterm Lenkrad auf dem Fahrersitz befand. Den Überraschungsmoment nutzend versuchten die Täter die Fahrertür aufzureißen, sich Zugriff zum Innenraum des PKWs zu verschaffen und den in unvorteilhafter und ausgelieferter Position befindlichen DIG- Landesvorsitzenden zu attackieren.

Im letzten Moment gelang es ihm jedoch die PKW-Türen zu verriegeln, sodass die Angreifer weder die Fahrertür, noch die hintere PKW-Tür öffnen konnten und lediglich durch Schläge und Tritte den PKW beschädigten. Die Begleiterin, die sich zum Zeitpunkt des Angriffes auf dem Beifahrersitz befand, verließ panisch das Fahrzeug und rannte lautstark nach Hilfe und Polizei rufend auf die Fahrbahn und stoppte ein vorbeifahrendes Auto.

Da die Täter die PKW-Türen nicht öffnen und somit nicht an die Zielperson herankommen konnten, öffneten sie stattdessen den Kofferraum und griffen sich eine Tasche mit iranischen Opposition-Flaggen und Banner gegen Antisemitismus und Islamismus und entwendeten diese.

Aufgrund der alarmierten Öffentlichkeit durch die Hilferufe der Begleiterin stellten die Täter den Angriff ein und flüchteten mit der Tasche Richtung Exerzierplatz und weiter Richtung Kieler Innenstadt. Der DIG-Landesvorsitzende nahm daraufhin zu Fuß die Verfolgung auf, rief gleichzeitig telefonisch die Polizei und informierte die Einsatzstelle über die Fluchtroute der Täter in den Fleethörn. Nahe des Kieler Rathauses im Hiroshimapark trennten sich die Täter und rannten in verschiedene Richtungen, nachdem mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei eintrafen.

Einen der mutmaßlichen Täter konnte die Polizei vor Ort stellen, außerdem konnte der DIG-Landesvorsitzende einen der Täter trotz Vermummung identifizieren, da dieser ihn in der Vergangenheit schon mehrfach bedroht und genötigt hat.

Der DIG-Landesvorsitzende konnte auch die gestohlene Tasche samt Inhalt, die von den flüchtenden Tätern unterwegs versteckt wurde, wiederfinden. Polizeibeamte des zweiten Polizeireviers haben die Straftaten und Zeugenaussagen am Tatort aufgenommen und die Ermittlungen eingeleitet.
Der Landesvorsitzende der DIG SH schildert den Überfall und Angriff als extrem bedrohlich und sagte: „Wir haben großes Glück gehabt, dass diese hasserfüllten antisemitischen Gewalttäter nicht an uns herankommen konnten und wir unverletzt mit dem Schrecken davon gekommen sind. In dem Moment des Angriffes dachte ich, jetzt sind wir richtig dran und werden krankenhausreif geprügelt. Nur durch das Verriegeln der PKW-Türen konnten physische Attacken vereitelt und schlimmeres verhindert werden.
Das war ein vorbereiteter und organisiert durchgeführter gemeinschaftlicher

Überfall und Angriff auf Leib und im schlimmsten Fall auf Leben!“

Der Landesvorsitzende der DIG SH erlebt mittlerweile seit Jahren antisemitische Anfeindungen bis hin zu Morddrohungen. Beispielsweise wurden im öffentlichen Raum Galgenmännchen an Litfasssäulen mit seinem Namen gemalt und sein Klingelschild an der Haustür mit einem roten auf der Spitze stehenden Hamas-Dreieck versehen.
Das rote Hamas-Dreieck wird von der Terrororganisataion Hamas verwendet um politische Gegner und Angriffsziele zu markieren.

Zeitgleich zum Angriff auf den DIG-Landesvorsitzenden und seine Begleiterin kam es in der Kieler Innenstadt zu einem weiteren gewalttätigen und antisemitisch motivierten Übergriff im Anschluss an die „Free-Iran-Kundgebung“.

Zwei Personen mit Israelflagge protestierten gegen die antisemitischen und terrorverherrlichenden Inhalte der sogenannten „Zentraldemo Schleswig-Holstein“ für Gaza am Kieler Hauptbahnhof, die bereits in der Vergangenheit immer wieder durch Hamassymbolik, Terrorverherrlichung oder Antisemitismus auffiel.

Nachdem die zwei Personen den Bahnhofsvorplatz verließen, wurden sie von fünf Demo-Teilnehmern, ebenfalls aus der linksextremistischen Szene, verfolgt und am Sophienblatt angegriffen. Eine der beiden betroffenen Personen wurde im Krankenhaus behandelt und die Täter durch die Polizei festgenommen, die ebenfalls Ermittlungen ins diesem Fall eingeleitet hat.

Der Landesvorsitzende der DIG SH bewertet diese beiden Vorfälle als Paradebeispiel dafür, wohin die Ideologie des Antizionismus und der ,israelbezogene Antisemitismus‘, auch von links, führt. Insbesondere seit dem Terrorangriff der islamistischfaschistischen Hamas auf Israel vom 07. Oktober 2023 sind alle Hemmungen gefallen und eine voranschreitende Normalisierung des Antisemitismus reicht bis in die Mitte der Gesellschaft und bedroht zunehmend und virulent jüdisches Leben.

Betroffen vom Antisemitismus sind in erster Linie Juden und Jüdinnen*, auch in Kiel, wie beispielsweise die Berichte von NDR und Kieler Nachrichten verdeutlichen (Links:). Antisemitismus richtet sich aber nicht ausschließlich gegen Juden und Jüdinnen*, sondern bedroht auch andere Minderheiten und die gesamte offene Gesellschaft und liberale Demokratie!

Der Kampf gegen politische Gewalt, Terror und Antisemitismus und der Schutz jüdischen Lebens ist selbstverständlich eine staatliche, aber vor allem auch eine zivilgesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung! Linker Antisemitismus und Antizionismus darf nicht von einer schweigenden Mehrheit und der politischen Linken toleriert werden, denn das bedeutet Zustimmung und ermutigt die Täter!