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Aus- und Weiterbildung verbessern Arbeitsmarktchancen deutlich

Foto:Gemini KI generiert_(c) TBF

  • Weiterbildung lohnt sich, denn Fachkräfte sind weiter gefragt
  • Bei Messen Ausbildung Klarmachen und Grundstein für die Zukunft legen

Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im August 2026 im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr zurückgegangen.

„Das Ferienende im August brachte erste positive Entwicklungen mit sich. Es konnten sich mehr Arbeitslose in Erwerbstätigkeit abmelden und weniger Beschäftigte sind arbeitslos geworden als im Vormonat. Insbesondere nach Fachkräften bleibt die Nachfrage hoch. Dabei ist zu beobachten, dass je geringer die Qualifikation ist, desto höher das Risiko wird, arbeitslos zu werden und zu bleiben. Untersuchungen belegen, dass Menschen ohne Berufsabschluss sechsmal häufiger arbeitslos sind als ausgebildete Fachkräfte. Eine Weiterbildung lohnt sich deshalb auch im Laufe des Berufslebens. Interessierten bieten wir mit unserem neuen Angebot „Qualifikation to go“ offene Sprechzeiten am Donnerstag an. Kommen Sie vorbei. Informieren Sie sich – kostenfrei, unverbindlich und ohne Termin – und werden Sie zur gesuchten Fachkraft!“, lädt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck, ein.

Im Jahr 2025 betrug im Agenturbezirk Lübeck die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsabschluss 22,8 Prozent. Bei Personen mit einer betrieblichen oder schulischen Ausbildung lag die Quote bei 3,7 Prozent. 56,6 Prozent der arbeitslos Gemeldeten und 14,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Ein Abschluss bringt auch finanzielle Vorteile. Beschäftigte ohne abgeschlossene Ausbildung verdienen im Agenturbezirk im Medianwert monatlich bis zu 900 Euro weniger als Menschen mit einem Berufsabschluss.

#AusbildungKlarmachen

Der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und ein wichtiger Schritt auf der Karriereleiter, ist die Ausbildung. Auch wenn das Ausbildungsjahr 2026 bereits gestartet ist, ist es noch nicht zu spät für eine Bewerbung. Junge Menschen, die flexibel und offen für Alternativen sind, haben bis Jahresende noch gute Chancen auf einen Ausbildungsvertrag. Wer 2027 die Schule verlässt, sollte ebenfalls nicht zu lange warten.

„Kümmert Euch jetzt schon um einen Berufsberatungstermin und die Ausbildung. Auch wenn Ihr noch unsicher seid, ob Ihr einen weiterführenden Schulabschluss machen möchtet, hilft die Berufsberatung dabei, den für Euch passenden Weg zu entdecken. Im September finden einige Messen statt, wie zum Beispiel die Nordlicht am 16.September in Oldenburg und am 23. September in Eutin oder die Jobmesse in Lübeck. Nutzt diesen unkomplizierten Weg, Unternehmen und Berufsmöglichkeiten kennenzulernen“, rät Dusch Jugendlichen.

Einen Überblick zu den Veranstaltungen – auch für Erwerbstätige und Berufsrückkehrende – hält die Internetseite www.arbeitsagentur.de/luebeck bereit.

Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 15.096 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 62 Personen (0,4 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum August 2025 gab es 88 (0,6 Prozent) weniger Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen blieb unverändert zum Vormonat und Vorjahr bei 6,6 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 5.345, das sind 93 (1,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 268 (5,3 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote betrug 2,3 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 9.751 Arbeitslose. Das ist ein Plus von 31 (0,3 Prozent) gegenüber Juli 2026. Im Vergleich zum August 2025 ging die Arbeitslosigkeit um 356 (3,5 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II Arbeitslosenquote betrug 4,2 Prozent.

Stellenangebote

Im August 2026 wurden 845 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 77 (8,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 125 (17,4 Prozent) mehr als im Vorjahr. Bei 3.536 Stellen werden noch Mitarbeitende gesucht, drei Viertel davon sind für Fachkräfte und Expert*innen gemeldet. Das waren 91 (2,5 Prozent) weniger als im Juli 2026 und 298 (7,8 Prozent) weniger als im August 2025. Arbeitskräfte werden zum Beispiel im Baugewerbe, Gastgewerbe, Gesundheitswesen, Handel, Handwerk, verarbeitenden Gewerbe oder in der Arbeitnehmerüberlassung gesucht.

Unterbeschäftigung

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das gesamte Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründende oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 18.121 Personen befanden sich im August 2026 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 220 Personen (1,2 Prozent) gefallen.

Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat ging die Arbeitslosigkeit außer in der Geschäftsstellen Eutin in allen Regionen zurück. Im Vergleich zum Vorjahr gab es bis auf die Geschäftsstelle Lübeck in allen Regionen einen Rückgang.

In der Hansestadt Lübeck waren im August 2026 10.134 Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosigkeit ging um 4 (0,0 Prozent) Personen zum Vormonat und um 14 (0,1 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert zum Vormonat und ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 8,4 Prozent zurück.

3.167 Arbeitslose und damit 78 (2,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 266 (9,2 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) stieg die Arbeitslosigkeit auf 6.967 Personen an, das waren 74 (1,1 Prozent) mehr als im Vormonat und 280 (3,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Im Jahr 2025 betrug in der Hansestadt die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsabschluss 26,0 Prozent. Bei Personen mit einer betrieblichen oder schulischen Ausbildung lag die Quote bei 4,6 Prozent. 59,1 Prozent der arbeitslos Gemeldeten und 14,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Ein Abschluss bringt auch finanzielle Vorteile. Beschäftigte ohne abgeschlossene Ausbildung verdienen in der Hansestadt im Medianwert monatlich 916 Euro weniger als Menschen mit einem Berufsabschluss.

Im Kreis Ostholstein waren im August 2026 4.962 Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosigkeit fiel um 58 (1,2 Prozent) Personen zum Vormonat und um 74 (1,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat und zum Vorjahr auf 4,5 Prozent zurück.

2.178 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 15 (0,7 Prozent) weniger als im August 2026 und 2 (0,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren im August 2026 2.784 Arbeitnehmende arbeitslos gemeldet, das waren 43 (1,5 Prozent) weniger als im Vormonat und 76 (2,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Im Jahr 2025 betrug im Kreis Ostholstein die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsabschluss 18,1 Prozent. Bei Personen mit einer betrieblichen oder schulischen Ausbildung lag die Quote bei 2,9 Prozent. 52,0 Prozent der arbeitslos Gemeldeten und 14,0 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Ein Abschluss bringt auch finanzielle Vorteile. Beschäftigte ohne abgeschlossene Ausbildung verdienen im Kreisgebiet im Medianwert monatlich 659 Euro weniger als Menschen mit einem Berufsabschluss.

Im Südbezirk (Geschäftsstelle Hauptagentur Lübeck und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im August 2026 11.518 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 31 (0,3 Prozent) gegenüber dem Vormonat zurück und stieg um 50 (0,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert an. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 7,7 Prozent. Es meldeten sich 2.402 Personen arbeitslos und 2.435 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 573 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten, so dass bei 2.371 Stellen noch Mitarbeitende gesucht werden.

Im Mittelbezirk (Geschäftsstelle Eutin und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im August 2026 2.280 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 13 (0,6 Prozent) gegenüber dem Vormonat an und ging um 47 (2,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent (Vorjahr 5,0 Prozent). Es meldeten sich 476 Personen arbeitslos und 469 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 167 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten, so dass bei 605 Stellen noch Mitarbeitende gesucht werden.

Im Nordbezirk (Geschäftsstelle Oldenburg und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im August 2026 1.298 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 44 (3,3 Prozent) zum Vormonat und um 91 (6,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 4,0 Prozent (Vorjahr 4,3 Prozent). Es meldeten sich 311 Personen arbeitslos und 362 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 105 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten, so dass bei 560 Stellen noch Mitarbeitende gesucht werden.

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2025 nahmen 2.223 Bewerber*innen die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch. Das waren gleich viele wie im letzten Jahr. 592 (+25) Jugendliche suchten im August noch eine Stelle, 415 davon in der Hansestadt Lübeck und 177 im Kreis Ostholstein.

Von den Betrieben wurden 2.676 Ausbildungsstellen angeboten. Das waren 148 Stellen weniger als im Vorjahr. Davon waren im August 2026 noch 646 (-374) zu besetzen. Rechnerisch kamen damit 1,1 noch offene Ausbildungsstellen auf eine*n unversorgte*n Bewerber*in (Vorjahr 1,8). In der Hansestadt Lübeck werden bei 283 Stellen noch Nachwuchskräfte gesucht und im Kreis Ostholstein bei 363.

Top-10 der noch zu besetzenden Ausbildungsstellen:

  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel (54)
  • Koch/ Köchin (30)
  • Verkäufer*in (30)
  • Fleischer*in (27)
  • Fachmann/-frau Restaurants und Veranstaltungsgastronomie (25)
  • Fachverkäufer*in Lebensmittelhandwerk – Fleischerei (24)
  • Elektroniker*in- Energie-/Gebäudetechnik (21)
  • Kaufmann/-frau – Büromanagement (19)
  • Hotelfachmann/-frau (16)
  • Maurer*in (15)

Gute Chancen gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Elektroniker*in oder Mechatroniker*in, in Ernährungsberufen wie Bäcker*in oder Konditor*in, im Hotel- und Gastgewerbe wie Fachkraft Gastronomie oder Hotelfachmann/-frau, in Dienstleistungsberufen wie Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen oder Groß- und Außenhandel, in Bauberufen wie Maurer*in, Straßenbauer*in, Tiefbaufacharbeiter*in oder Anlagenmechaniker*in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie in Gesundheitsberufen wie Altenpfleghelfer*in oder Pflegefachmann/-frau.

„Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart im August und September eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten. Wer schnell und flexibel handelt, hat jetzt noch gute Chancen. Ein Plan B findet sich bestimmt auch für Jugendliche, bei denen es mit einem Studienplatz nicht geklappt hat. Wer noch auf der Suche ist, sollte sich mit der Berufsberatung in Verbindung setzen. Auch für 2027 liegen uns bereits Angebote vor. Informieren Sie sich bei Messen direkt über Berufe und die Anforderungen der Ausbildungsbetriebe“, so Markus Dusch.

Ein Gespräch mit der Berufsberatung kann in der Schulsprechstunde oder auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de/luebeck vereinbart werden.

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