Das FÖJ erfüllt unverzichtbaren Bildungsauftrag

Die Lübecker SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Baasch, Hans Müller und Thomas Rother fordern, dass im Rahmen der Haushaltsberatungen die Förderung des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) nicht gekürzt werden darf. Für die Lübecker Landtagsabgeordneten ist es unverständlich, dass das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und ländliche Räume seine bis Mitte 2009 laufenden Verträge mit der Nordelbischen evangelisch-lutherischen Kirche kündigt, um in diesem erfolgreichen Bildungsmaßnahmen Einsparungen von zunächst 25% und später 50% durchzusetzen. Diese Einsparungen würden unweigerlich dazu führen, dass die Teilnehmer im FÖJ eine Gesamtvergütung erhalten, die unter dem Satz von Hartz IV-Empfängern liegt. Des Weiteren sind Kündigungen beim pädagogischen Personal der FÖJ-Träger und eine drastische Reduzierung der Gesamtzahl der Plätze im FÖJ in Schleswig-Holstein die Folge.
Damit wären auch sechs FÖJ-Stellen in der Hansestadt Lübeck, wie z.B. beim Bauspielplatz Roter Hahn in Kücknitz in Gefahr. Wir wollen nicht, dass ein Bildungsprojekt, das in vorbildlicher Weise die Integration von Jugendlichen aller Bildungsabschlüsse leistet, das junge Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund integriert, dass diesem Projekt die Grundlage entzogen wird. Unser Unverständnis besteht auch vor dem Hintergrund, dass eine vor kurzem abgeschlossene externe Evaluation Spitzenwerte in der Qualität des Freiwilligen Ökologischen Jahres ergeben hat. Wo in Schleswig-Holstein würde ein Unternehmen die „Fertigung eines Spitzenproduktes“ einstellen, hinterfragen die Landtagsabgeordneten. In Schleswig-Holstein würde mit den geplanten Kürzungen eine unserer besten Schulen für das bürgerschaftliche Engagement gravierend eingeschränkt. Wir brauchen jedoch im Land die engagierten vorbildlichen Jugendlichen, um unsere Zukunftsherausforderung zu bewältigen. Das FÖJ leistet nicht nur einen Beitrag zum Schutz und Erhalt unserer Umwelt, sondern es fördert und qualifiziert junge Menschen für ihr zukünftiges Leben.
Des Weiteren werde bundesweit das FÖJ gestärkt, und im Bundeshaushalt mit ca. 2 Mio. Euro mehr versehen. Diese Entwicklung darf durch Entscheidungen des Landes nicht konterkariert werden. Wir, die Lübecker Landtagsabgeordneten, fordern den Erhalt des Freiwilligen Ökologischen Jahres auf dem derzeitigen Niveau.
