Demografie und Konflikte in der Lübecker Statistik
Zuwanderung im erwerbsfähigen Alter stabilisiert Lübecks Bevölkerung und Arbeitsmarkt.Wie wirken sich internationale Konflikte auf die Bevölkerungsentwicklung der Hansestadt Lübeck aus? Die Hansestadt Lübeck verzeichnet nicht nur den höchsten Bevölkerungsstand seit 1978, sondern auch einen Höchststand bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Rund 15 Prozent der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund mit Bezug zu einem Konfliktland – also zu einem Staat, in dem zwischen 1997 und 2025 mehr als 50 konfliktbedingte Todesfälle je eine Million Einwohner:innen registriert wurden (UN 2024; ACLED).
Die neue Ausgabe der Statistischen Nachrichten Nr. 71 der Hansestadt Lübeck analysiert unter dem Titel „Demografie und Konflikte“ die Wechselwirkungen zwischen globalen Krisen und lokalen Wanderungsbewegungen. Grundlage sind Auswertungen des Melderegisters der Hansestadt Lübeck sowie internationale Konfliktdaten des Armed Conflict Location & Event Data Project (ACLED) und Bevölkerungsdaten der United Nations.
Die Veröffentlichung untersucht insbesondere Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund und Bezug zu Iran (1.071 Personen), Ukraine (4.484) und Syrien (4.651) in Zeitreihen und kleinräumiger Differenzierung nach statistischen Bezirken.
Höchster Bevölkerungsstand seit 1978
Zum 31. Dezember 2025 erreichte Lübeck laut Melderegister mit 223.261 Einwohner:innen den höchsten Bevölkerungsstand seit 1978. Gegenüber dem Vorjahr wuchs die Bevölkerung um 105 Personen. Ausschlaggebend war eine positive Wanderungsbilanz: 11.709 Zuzüge standen 10.105 Fortzügen gegenüber – ein Überschuss von plus 1.604 Personen. Damit wurde das anhaltende Geburtendefizit ausgeglichen. Die natürliche Bevölkerungsbewegung blieb mit minus 1.471 Personen negativ – ein Trend, der bereits seit 1969 besteht.
Weiterlesen >>>>>> Die Statistischen Nachrichten Nr. 71 – Bevölkerung und Konflikte sind online abrufbar unter www.luebeck.de/statistik
