Politik & Wirtschaft

Die Lübecker SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Baasch und Hans Müller haben das PflegeZentrum Travemünder Allee (PZTA) besucht.

Foto: Arno Reimann

Sie folgten einer Einladung des Nazareth Vereins, der in diesem Jahr sein 40jähriges Bestehen feiert. Der Verein ist Träger des PZTA, in dem zur Zeit fast 200 Menschen betreut werden.

Die Diskussion um die Pflege müsse aus der dunklen Ecke geholt werden. Die positiven Aspekte und die Bedeutung der Pflege sollten betont werden, sagten die beiden Politiker. „Optimale Pflege kostet Geld und erfordert die Bereitschaft aller, die Lasten zu tragen“, sagte Wolfgang Baasch. „Die Solidarität betrifft die Sozialpartner gleichermaßen. Sie kann nicht nur von den Arbeitnehmern eingefordert werden“, so Hans Müller.
Fachkräfte in der Pflege müssten auch wie Fachkräfte bezahlt werden. Das Berufsbild müsse offen und transparent neu gestaltet werden, forderte Baasch, der seit 1997 sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist.
Reinhard Graß, Vorsitzender des gemeinnützigen Nazareth Vereins seit 24 Jahren, ging auf die Betriebsvereinbarung im PZTA ein. Die einvernehmlichen Regelungen mit dem Betriebsrat zum Entgeltsystem und zur Arbeitszeitregelung seien im PflegeZentrum Travemünder Allee Säulen des Erfolges. „Grundidee war dabei das Prinzip der Selbstorganisation und Selbststeuerung unserer derzeit 110 Mitarbeiter“, sagte Graß.
„Geborgenheit gibt ein Zuhause“, sagte PZTA-Geschäftsleiterin Antje Roepke. Und nach diesem Motto der Einrichtung bemühe man sich um jeden; niemand werde aufgrund seiner sozialen Herkunft ausgegrenzt.
Baasch und Müller zeigten sich bei ihrem mehrstündigen Besuch beeindruckt von dem Angebot in den drei Häusern des PZTA und den Spezialbereichen in der Villa Travemünde für Menschen mit Demenz und für Menschen mit psychiatrischen Auffälligkeiten.