Ein Gewinn für Bildungsgerechtigkeit und Standortqualität
FDP begrüßt Planung für ein neues Gymnasium in Moisling.
Der Schul- und Sportausschuss hat sich mit großer Mehrheit für die Planung eines neuen Gymnasiums in Moisling ausgesprochen. Daniel Kerlin, schulpolitischer Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion, begrüßt die Entscheidung: „Die Bedeutung der geplanten Gründung eines Gymnasiums in Moisling ist entscheidender Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. Für die FDP ist es eine Frage der Chancengleichheit, so dass Schüler Zugang zu einem wohnortnahen Gymnasium erhalten.
Gute Bildungschancen dürfen nicht vom Wohnort oder der sozialen Herkunft abhängen. Ein Gymnasium in Moisling verkürzt Bildungswege und ermöglicht es vielen jungen Menschen, ihre schulische Laufbahn direkt in ihrem Lebensumfeld zu gestalten. Aktuell sind die Innenstadtgymnasien bereits massiv überlastet, die Klassenstärken stoßen an die Grenzen der Räumlichkeiten, und es werden zu Recht Verbesserungen gefordert. Ein neues Gymnasium schafft hier die notwendige Entlastung für alle Lübecker Gymnasialstandorte.
Mit Blick auf die Forderung nach einer weiteren Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule müssen wir die landespolitischen Realitäten anerkennen: An den bestehenden Oberstufen der Gemeinschaftsschulen in Lübeck sind weiterhin freie Plätze vorhanden. Aus diesem Grund wird das Bildungsministerium eine weitere Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule aktuell nicht genehmigen. Schulpolitisch ist es daher der einzige konsequente Weg, die notwendigen zusätzlichen Plätze im gymnasialen Bereich zu schaffen, statt auf ein unrealistisches Genehmigungsverfahren zu setzen. Hier ist die geplante Kooperation am Schulstandort mit der Heinrich-Mann-Schule der sinnvollere Weg.
Wir sehen in dem Projekt eine doppelte Investition: Wir stärken die soziale Teilhabe durch echte Chancengleichheit in Moisling und investieren gleichzeitig in ein zukunftsfähiges Schulangebot in einem vorhandenen Schulgebäude. Das ist mit ca. 2 Mio.€ ein vergleichsweise überschaubarer Preis für eine deutliche Aufwertung des Stadtteils und eine nachhaltige Verbesserung unserer Schulinfrastruktur.“








