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Erster Biotechnologieatlas Nordeuropas – Möller: Wichtiges Brancheninstrument

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Die Biotechnologiebranche Nordeuropas ist erstmals in einem umfassenden Branchenatlas abgebildet. „Diese ‚Grünen Seiten‘ sind ein hervorragendes Nachschlagewerk und wertvolles Brancheninstrument. Sie bilden die Stärke der Scanbalt-Regionen im Bereich Biotechnologie ab“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Rüdiger Möller bei der Vorstellung des Branchenatlas am Donnerstag in Rostock. Das Projekt wurde von der Biocon Valley GmbH aus Mecklenburg-Vorpommern koordiniert und im Auftrag der ScanBalt-Initiative im Rahmen des EU-Projektes „Scanbalt Competence Region“ erstellt.Der englischsprachige Branchenatlas „Biotechnologie in der Scanbalt-Region“ umfasst die elf Länder Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen, Schweden, Polen, Deutschland und Russland. Die weiteren Ergebnisse der dreijährigen Forschungsarbeit wurden ebenfalls am Donnerstag im Rahmen der Veranstaltung „Competencies in Life Science and Biotechnology in the Baltic Sea Region“ vorgestellt.

„Der Branchenatlas kann als Nachschlagewerk für Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschung genutzt werden und erleichtert die Verzahnung der beiden Bereiche“, sagte Möller. Die BioCon Valley(r) – Initiative wurde 2001 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet und besteht aus der BioCon Valley(r) GmbH und dem BioCon Valley(r) Mecklenburg-Vorpommern e.V. Sie bündelt die Interessen der Akteure aus den Branchen Biotechnologie/Lebenswissenschaften und Gesundheitswirtschaft. Die Gründung der ScanBalt-Initiative als Zusammenschluss der Bioregionen im Ostseeraum erfolgte im Januar 2002 in Kopenhagen. Ihr gehören elf Länder an. „Biotechnologie ist ein wichtiger Innovations- und Wachstumsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Möller. In der Branche sind derzeit in 88 Firmen rund 2.200 Beschäftigte tätig, weitere 700 Wissenschaftler arbeiten in den Forschungseinrichtungen des Landes. Von 20 Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern haben sieben Zentren Schwerpunkte im Bereich Life Sciences und Biotechnologie.