Europa-Staatssekretär Heinz Maurus setzt sich in Brüssel für maritime Forschung und Wirtschaft ein
Maritime Forschung noch stärker in den Fokus der Europäischen Union (EU) rücken – auf diesem Weg ist Schleswig-Holsteins Landesregierung einen weiteren Schritt vorangekommen. Der Ausschuss der Regionen (AdR) unterstützt die Planungen, das Thema „Schutz und nachhaltige Nutzung von marinen Ressourcen“ beim neuen Europäischen Institut für Innovation und Technologie zu verankern. Der AdR hat einen entsprechenden von Europa-Staatssekretär Heinz Maurus eingebrachten Antrag einstimmig angenommen.
„Die EU hat das Thema Innovation ganz oben auf ihre Agenda gesetzt. Dabei darf die Meeresforschung nicht fehlen“, sagte Maurus heute (28. Januar) am Rande der AdR-Tagung in Brüssel. „Schleswig-Holstein betreibt Meeresforschung auf höchstem europäischem Niveau. Dieses Wissen wollen wir in die Arbeit des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie einbringen. Dies kann der maritimen Forschung in Schleswig-Holstein und anderen europäischen Regionen mit maritimer Exzellenzforschung sehr nützen.“
Der AdR beschloss auf Antrag Schleswig-Holsteins zudem die Empfehlung, die europäische Meerespolitik auch künftig zu finanzieren. „Die EU muss konkrete maritime Leitprojekte weiterhin fördern. Solche Förderungen verschaffen der europäischen maritimen Wirtschaft – und damit auch der schleswig-holsteinischen – einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung“, so Maurus.
Der Ausschuss der Regionen besteht seit Inkrafttreten des Vertrags von Maastricht 1992. Die Versammlung vertritt mit ihren 344 Mitgliedern die Regionen, Städte und Kommunen auf EU-Ebene. Der AdR gibt Stellungnahmen gegenüber der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Rat ab, die von einem Berichterstatter vorbereitet, in den Ausschüssen diskutiert und im Plenum abschließend entschieden werden. Die Plenartagung bietet Vertretern der Regionen Gelegenheit, ihre Vorschläge und Forderungen auch mit EU-Entscheidungsträgern zu diskutieren.
