Fürs Saubermachen in Lübeck ist 15 Euro pro Stunde das Minimum
Sie machen alles picobello: Rund 4.640 Reinigungskräfte sorgen in Lübeck für Sauberkeit
in Büros, Klassenzimmern und im Krankenhaus. Ab Januar bekommen sie dafür mehr
Geld: Der Stundenlohn für Reinigungskräfte steigt auf mindestens 15 Euro. Das teilt die
IG BAU Holstein mit. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft beruft sich bei den
Beschäftigtenzahlen auf Angaben der Arbeitsagentur.
„Wer Fassaden oder Fenster reinigt, bekommt jetzt sogar 18,40 Euro pro Stunde. Denn
das ist der neue Mindestlohn für die Außenreinigung. Egal, wer wo saubermacht: Die
neuen Lohn-Limits in der Gebäudereinigung sind das Minimum, das in der
Gebäudereinigung bezahlt werden muss“, sagt Ralf Olschewski von der IG BAU
Holstein. Alle 91 Gebäudereiniger-Unternehmen in Lübeck müssten sich daran halten.
„Gebäudereinigerinnen und Fassadenreiniger sorgen für Sauberkeit. Sie machen in
Lübeck einen wichtigen und harten Job. Der wird durch die neuen Branchen-
Mindestlöhne jetzt deutlich fairer bezahlt“, sagt Olschewski.
Auch eine Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk lohne sich: „Azubis starten ihre Ausbildung mit 1.000 Euro im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr gehen sie mit 1.150 Euro nach Hause. Und im dritten Jahr haben Gebäudereiniger-Azubis 1.300 Euro pro Monat im Portemonnaie“, so der Vorsitzende der IG BAU Holstein, Ralf Olschewski.
