Hansestadt Lübeck unterstützt Sammlung für Kriegsgräberfürsorge
Sammlungsbeginn am 4. November 2026 – Auftakt vor dem Lübecker Rathaus.
Am 4. November 2026 hat die diesjährige Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. begonnen. Auch in Lübeck wird damit erneut um Unterstützung für die Arbeit des Volksbundes gebeten. Anlässlich des Sammlungsbeginns empfingen Stadtpräsident Henning Schumann und Bürgermeister Jan Lindenau Michael Starbusch, Geschäftsführer des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., sowie Soldaten der Reservistenkameradschaft vor dem Lübecker Rathaus.
„Die Kriegsgräberstätten in Europa sind Orte des Gedenkens und der Erinnerung. Sie führen uns eindringlich vor Augen, welche Folgen Krieg und Gewaltherrschaft für Menschen und Gesellschaften haben. Gerade in einer Zeit, in der Frieden und Sicherheit nicht mehr selbstverständlich erscheinen, ist es wichtig, diese Erinnerung wachzuhalten und daraus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten“, erklärt Stadtpräsident Henning Schumann. „Ich danke allen, die sich an der Sammlung beteiligen und damit die Arbeit des Volksbundes unterstützen.“
„Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge leistet einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zur internationalen Verständigung. Die Pflege der Kriegsgräber und die Bildungsarbeit insbesondere mit jungen Menschen zeigen, dass Gedenken nicht nur ein Blick in die Vergangenheit ist, sondern auch eine Aufgabe für die Zukunft“, so Bürgermeister Jan Lindenau. „Ich bitte die Lübecker:innen, die Haus- und Straßensammlung auch in diesem Jahr zu unterstützen. Jeder Beitrag hilft dabei, die wichtige Arbeit des Volksbundes fortzuführen.“
Mehr als Pflege der Kriegsgräberstätten
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. versteht es als seine Aufgabe, nicht nur die Toten der Weltkriege zu suchen und würdig zu bestatten, sondern sich für die Versöhnung über den Gräbern, Verständigung zwischen den Völkern und die Arbeit für den Frieden zu engagieren.
Der Volksbund nimmt die Aufgabe der Kriegsgräberfürsorge im Auftrag der Bundesregierung wahr, finanziert seine Arbeit jedoch bis heute zu großen Teilen durch die Spenden seiner Mitglieder und Förderer:innen. Mehr als 830 deutsche Kriegsgräberstätten in 45 Ländern werden dauerhaft erhalten. Um diese Arbeit auch in Zukunft weiterführen zu können, ist er auf die Unterstützung der gesamten Gesellschaft angewiesen.
Der Sammlungsbeginn fällt in diesem Jahr zudem mit dem 75-jährigen Bestehen der Bundeswehr zusammen. Bundeswehr und Reserve verbindet mit dem Volksbund seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit. Das gemeinsame Engagement steht für die Verantwortung, das Andenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu bewahren und sich für Frieden und internationale Verständigung einzusetzen.
Weitere Sammeltermine des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
Am 17. November 2026 wird der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. tatkräftig durch die 9. Klassen und rund 100 Schüler:innen der Ernestinenschule bei einer Sammlung in der Lübecker Innenstadt unterstützt. Die Reservistenkameradschaft Lübeck führt zudem drei Sammeltermine durch: am Freitag, 6. November, in Krummesse, am Sonnabend, 7. November, ab 10 Uhr im CITTI Park und am Sonntag, 8. November 2026, ab 12 Uhr in der Lübecker Innenstadt.
