Politik & Wirtschaft

IHK Schleswig-Holstein fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die Energiewende

In der aktuellen Debatte um die Zukunft der erneuerbaren Energien spricht sich die IHK Schleswig-Holstein klar dafür aus, die Wettbewerbsfähigkeit des Energielandes Schleswig-Holstein zu stärken und die energiepolitischen Rahmenbedingungen verlässlich weiterzuentwickeln. Damit schlägt sie in die gleiche Kerbe wie Ministerpräsident Daniel Günther mit seinem Brief an Kanzler Merz.

„Schleswig-Holstein trägt als führender Standort für erneuerbare Energien eine besondere Verantwortung für die zukünftige Energieversorgung in Deutschland. Damit Unternehmen weiterhin investieren und die Transformation erfolgreich gestalten können, brauchen wir vor allem Planungssicherheit und einen optimierten Netzausbau“, erklärt Björn Meyer von der IHK Schleswig-Holstein.

In ihrer aktuellen Positionierung zum EEG und zum Netzpaket betont die IHK, dass der Ausbau erneuerbarer Energien weiter konsequent vorangetrieben werden müsse. Keinesfalls dürften neue Regelungen zu weiteren Nachteilen für kleine und mittlere Unternehmen oder für Bürgerenergieprojekte führen. Angesichts des steigenden Strombedarfs durch die Elektrifizierung industrieller Prozesse, Vorhaben der Wasserstoffwirtschaft, Ansiedlungsanfragen von Rechenzentren und der notwendigen Wärmewende seien verlässliche politische Rahmenbedingungen entscheidend.

Aus Sicht der Wirtschaft muss der Netzausbau weiter mit hoher Priorität umgesetzt werden. Die IHK begrüßt Maßnahmen des Netzpakets wie die Möglichkeit flexibler Anschlussvereinbarungen, die Digitalisierung von Netzanschlussverfahren und größerer Transparenz über verfügbare Netzkapazitäten. Gleichzeitig fordert sie mehr Verbindlichkeit und Vorausschau in Bezug auf die Netzausbaupläne, damit Situationen, in denen über Kapazitätslimitierungen diskutiert werden muss, von vornherein vermieden werden.

„Die Energiewende braucht Verlässlichkeit statt zusätzlicher Unsicherheit, damit die wirtschaftlichen Chancen der Energiewende für Unternehmen, Beschäftigte und den gesamten Standort Schleswig-Holstein genutzt werden können“, so Meyer.

IHK Schleswig-Holstein

Die IHK Schleswig-Holstein ist die Arbeitsgemeinschaft der IHKs Flensburg, Kiel und Lübeck. Die IHK Schleswig-Holstein ist der zentrale Ansprechpartner für alle Fragestellungen zum Thema Wirtschaft, die mehr als nur regionale Bedeutung haben. Zu diesen Themen bündelt sie die Meinung der drei IHKs in Schleswig-Holstein, so dass diese gegenüber Politik und Verwaltung mit einer Stimme für die Wirtschaft im Lande sprechen. Die IHK Schleswig-Holstein nimmt die Interessen von 175.000 Unternehmen mit rund 750.000 Arbeitnehmern wahr.

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