Politik & Wirtschaft

Landwirtschaftskammer stärkt Forst und bündelt Zukunftsthemen

Foto: LKSH · Beratung bleibt starke Säule – Stabsstelle und Tochtergesellschaft bündeln Zukunftsthemen.

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein richtet ihren Forstbereich zukunftsorientiert
aus. Im Mittelpunkt stehen drei miteinander verbundene Bausteine:
Die klassischen forstlichen Aufgaben werden gestärkt, die neue Stabsstelle
„Zukunft Land und Forst“ bündelt abteilungsübergreifende Themen und
eine neue Tochtergesellschaft schafft die Möglichkeit, marktfähige Dienstleistungen
zu entwickeln.

„Land- und Forstwirtschaft verändern sich derzeit enorm. Wir müssen unsere Betriebe
bei den heutigen Herausforderungen verlässlich begleiten und gleichzeitig
frühzeitig überlegen, welche Lösungen sie morgen brauchen“, sagt Stephanie
Wetekam, Geschäftsführerin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.
„Deshalb stärken wir unsere klassischen Aufgaben und schaffen gleichzeitig
mehr Raum, um neue Ideen zu entwickeln und in die Praxis zu bringen.“

Forstberatung bleibt starke Säule

Die klassischen forstlichen Aufgaben bleiben vollständig bei der Landwirtschaftskammer.
Dazu zählen insbesondere die Beratung der Waldbesitzenden, die Begleitung
forstlicher Fördermaßnahmen, die Forsteinrichtung sowie die forstliche
Aus- und Weiterbildung.

Ein Schwerpunkt ist weiterhin der Umbau der Wälder zu klimaresilienten und zugleich
wirtschaftlich tragfähigen Beständen. Die Landwirtschaftskammer begleitet
Waldbesitzende dabei von der Auswahl geeigneter Baumarten über Pflanzung
und Pflege bis zur nachhaltigen Nutzung des Holzes.

Die Forstabteilung wird kommissarisch von Bernd Irps geleitet. Peer Rosenhagen
übernimmt als stellvertretender Abteilungsleiter die fachliche Koordination.

Stabsstelle bündelt Zukunftsthemen

Mit der neuen Stabsstelle „Zukunft Land und Forst“ schafft die Landwirtschaftskammer
eine zentrale Schnittstelle für Themen, die über einzelne Fachgebiete
hinausreichen. Dazu gehören unter anderem Klimaanpassung und Klimaschutz,
Agroforst sowie neue Formen der Landnutzung.

Die Stabsstelle soll Entwicklungen frühzeitig aufgreifen, neue Projekte und Fördermöglichkeiten
erschließen und Akteure aus Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft
zusammenbringen. Auch bestehende Angebote wie Waldbestattung und
Ökokonten werden dort gebündelt.

Die Leitung der Stabsstelle übernimmt Hans Jacobs. Das EIP-Innovationsbüro setzt seine Arbeit zur Entwicklung und Begleitung innovativer Projekte fort und wird eng mit der neuen Stabsstelle zusammenarbeiten.

Tochtergesellschaft entwickelt neue Dienstleistungen

Aus neuen Ideen und Projekten können sich konkrete Dienstleistungen entwickeln, für die es eine Nachfrage am Markt gibt. Um solche Angebote flexibel erproben, entwickeln und auf-bauen zu können, gründet die Landwirtschaftskammer die LKSH Innovation Land und Forst GmbH.

Die neue Gesellschaft befindet sich vollständig im Eigentum der Landwirtschaftskammer. Sie entwickelt Dienstleistungen, die dem gesetzlichen Auftrag der Landwirtschaftskammer ent-sprechen, und ergänzt deren fachliche Arbeit, ohne die bestehenden Beratungs- und Bildungsangebote zu ersetzen. Welche Dienstleistungen künftig über die GmbH angeboten werden, soll sich am konkreten Bedarf der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe orientieren.

„Innovation ist für uns kein Selbstzweck“, betont Wetekam. „Entscheidend ist der konkrete Nutzen für die Betriebe und den ländlichen Raum. Tragfähige Ideen sollen nicht in Konzept-papieren enden, sondern ihren Weg in die Praxis finden.“
Zum Geschäftsführer der LKSH Innovation Land und Forst GmbH wird Hans Jacobs bestellt.

Für Waldbesitzende und landwirtschaftliche Betriebe bleiben die bisherigen Ansprechperso-nen und die fachliche Betreuung durch die Landwirtschaftskammer erhalten. Weitere Infor-mationen zur Forstberatung und zu den Angeboten der Landwirtschaftskammer: https://www.lksh.de/forst