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Mehr als nachhaltig: BUND SH und Ostsee-Holstein Tourismus suchen Pilotstandorte für regenerativen Tourismus

  •   EU-Interreg-Projekt Nurturing Nature kommt in die Praxis
  •   Standorte in SH für regenerativen Wandel im Tourismus gesucht
  •   Interessensbekundungen bis zum 31. August

Schleswig-Holstein/Südfünen. Wie kann Tourismus nicht nur möglichst wenig belasten, sondern aktiv einen positiven Beitrag für Natur, Gesellschaft und Lebensqualität vor Ort leisten? Genau dieser Frage widmen sich 10 deutsche und dänische Projektpartner*innen im Interreg-Projekt Nurturing Nature. Für den schleswig-holsteinischen Teil des Projektgebietes suchen die beiden Projektpartner BUND Schleswig-Holstein e.V. (BUND SH) und Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. (OHT) Pilotstandorte entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und im angrenzenden Binnenland.Im Mittelpunkt von Nurturing Nature steht der Ansatz des regenerativen Tourismus. Anders als klassische Nachhaltigkeitsansätze, die vor allem darauf abzielen, negative Auswirkungen zu reduzieren, verfolgt regenerativer Tourismus das Ziel, Orte aktiv zu stärken. Franzi Bäker vom BUND SH beschreibt regenerativen Tourismus so: „Wir verstehen Tourismus als Teil eines lebendigen Systems: Regenerativer Tourismus bedeutet, Reisen so zu gestalten, dass Ökosysteme gestärkt, lokale Gemeinschaften unterstützt und die Urlaubsorte in ihrer Einzigartigkeit gefördert und weiterentwickelt werden.“

Teilnehmende Nurturing Nature-Standorte in Schleswig-Holstein und Südfünen entwickeln in einer Gruppe lokaler Akteur*innen ein eigenes Tourismusangebot – orientiert an den Besonderheiten, Herausforderungen und Potenzialen des jeweiligen Ortes. Die Ideen entstehen vor Ort und werden gemeinsam erprobt.

Wie solche Angebote aussehen können, hängt vom jeweiligen Standort ab. Denkbar sind beispielsweise maritime Erlebnisangebote, bei denen Gäste gemeinsam mit Einheimischen einen schwimmenden Meeresgarten gestalten und pflegen, Zusammenhänge zwischen Wasserqualität, Artenvielfalt und regionaler Ernährung kennenlernen und selbst aktiv werden – etwa bei der Ernte oder Verarbeitung von Muscheln, Algen oder Küstenpflanzen. Gemeinsam ist allen regenerativen Angeboten, dass Gäste nicht nur konsumieren, sondern Orte bewusst erleben und im besten Fall selbst Teil einer positiven Entwicklung werden.

Mit Nurturing Nature erhalten Gemeinden, Initiativen, touristische Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, neue Wege im Tourismus auszuprobieren – mit dem Ziel, Angebote zu schaffen, von denen sowohl Orte als auch Gäste langfristig profitieren.

Die teilnehmenden Standorte werden Teil eines grenzübergreifenden deutsch-dänischen Netzwerks und erhalten professionelle Prozessbegleitung sowie finanzielle Förderung von bis zu 2.000 Euro für die Entwicklung und Erprobung ihres Pilotprojekts. Vermarktet werden die neuen regenerativen Angebote unter der Marke „Ostsee Schleswig-Holstein“. Durch innovatives Marketing wird so die Projektregion außerdem als regenerative Tourismusdestination gestärkt.

Interessierte Gemeinden, Initiativen, touristische Unternehmen und Organisationen aus Schleswig-Holstein sind aufgerufen, bis zum 31. August ihr Interesse zu bekunden, als NuNa-Pilotstandort mit dabei zu sein. Weitere Informationen zum Projekt, das Formular zur Interessensbekundung sowie der neue Teaserfilm sind auf der Projektwebsite verfügbar.

Website:  www.bund-sh.de/meere/nurturing-nature