POL-HL: Lübeck / Ostholstein / Süßes oder Saures – Polizeiliche Einsatzlage zu Halloween in Lübeck und Ostholstein
Lübeck (ots) –
Auch in diesem Jahr waren in den Straßen von Lübeck und Ostholstein zahlreiche Kinder zu Halloween unterwegs, um Süßigkeiten zu sammeln. Aus polizeilicher Sicht verlief die Nacht größtenteils friedlich. Ruhestörungen, das Zünden von Pyrotechnik sowie kleinere Brandgeschehen beschäftigten dennoch die Einsatzkräfte.
Insgesamt verzeichnet die Polizeidirektion Lübeck in der Nacht von Samstag auf Sonntag (31.10.2026 – 01.11.2026) 16 Einsätze mit Bezug zum Halloween-Geschehen.
Davon beliefen sich zehn Einsätze auf das Lübecker Stadtgebiet und sechs Einsätze auf den Kreis Ostholstein.
In der Hansestadt wurden Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr zu mehreren Kleinbränden gerufen. Durch Jugendgruppen wurden mehrere Müllcontainer angezündet. Betroffen waren unter anderem Einsatzorte in der Ziegelstraße, Achternhof und der Karavellenstraße. Darüber hinaus kam es im gesamten Stadtgebiet zu Ruhestörungen durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Durch die Einsatzkräfte wurden mehrere Anzeigen unter anderem wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Feuer aufgenommen.
In der Lübecker Innenstadt wurde ein 15-Jähriger durch einen mutmaßlichen Elektroschocker am Bein verletzt. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wurde er von einer ihm unbekannten Personengruppe plötzlich im Bereich der Breiten Straße angegriffen. Unmittelbar danach flüchteten die Tatverdächtigen. Eine sofort eingeleitete Fahndung im Nahbereich verlief erfolglos. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein.
In Malente kam es zu einem Polizeieinsatz nahe des Kellersees. Nach bisherigen Erkenntnissen soll aus einer Personengruppe heraus ein vermeintlicher Molotowcocktail auf den Boden eines Weges geworfen worden sein. Hinweise darauf, dass sich die Handlung gegen Personen richtete, liegen nicht vor. Im Rahmen der Maßnahmen konnten mehrere tatverdächtige Jugendliche festgestellt werden. Ein 14-Jähriger leistete bei seiner Durchsuchung Widerstand und wurde im Anschluss an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Es wurden Anzeigen unter anderem wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Zu weiteren Polizeieinsätzen kam es auch im Bereich Neustadt in Holstein und Heiligenhafen. Durch die Polizeibeamten wurden hier ebenfalls Sachverhalte im Bezug auf Pyrotechnik und randalierende Personengruppen aufgenommen.
Zusammenfassend verlief die Halloween-Nacht aus polizeilicher Sicht größtenteils friedlich. Die registrierten Einsätze bezogen sich überwiegend auf Ruhestörungen durch Pyrotechnik und kleinere Brände.
Am Sonntag wurde der Polizei auf Fehmarn nachträglich ein Sachverhalt angezeigt. In einer zu Halloween verteilten Süßigkeit wurde eine Nadel gefunden. Nun ermittelt die Bezirkskriminalinspektion Lübeck. Auch in anderen Kreisen und Bundesländern kam es zu ähnlichen Vorfällen. Die Polizeidirektion Lübeck berichtete über den Sachverhalt (Folgemeldung 1: Nähnadel in Schokoriegel an Halloween – Polizei bittet um Mithilfe) und bittet darum, die Hinweise zur Mithilfe bei den Ermittlungen dringend zu beachten. Unter anderem werden alle Personen gebeten, die in den betroffenen Bereichen gesammelten Süßigkeiten bei der Polizeistation Fehmarn abzugeben.
Auch für die kommenden Jahre bittet die Polizei im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zu Halloween auf erhöhte Rücksichtnahme gegenüber anderen Menschen und Tieren. Kostüme können Angst oder Panik auslösen. Halloween ist zudem keine Ausrede für Vandalismus. Das schaurig schöne Fest soll für alle Beteiligten ein unbeschwertes und sicheres Erlebnis bleiben.
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