KulturVeranstaltungen

SUPERKUNSTFESTIVAL 2026

Foto: Paul Ambrusch · Deutschlands größtes inklusives Festival ist viel mehr als ein Kulturevent.

Lübeck. Wenn vom 12. bis 14. Juni 2026 erneut zehntausende Menschen auf den Campus der Diakonie Nord Nord Ost strömen, dann geht es längst nicht mehr nur um Musik. Das SUPERKUNSTFESTIVAL hat sich in den vergangenen Jahren von einem Geheimtipp zu Deutschlands größtem inklusiven Festival entwickelt. 43.000 Besucher:innen feierten zuletzt auf sechs Bühnen rund 80 Shows aus Musik, Theater, Film, Kunst und Zirkus. Die ersten 5.000 Early-Bird-Tickets für 2026 waren innerhalb von nur 15 Minuten vergriffen.

Doch während viele Festivals bundesweit mit sinkenden Vorverkaufszahlen, steigenden Kosten und wirtschaftlicher Unsicherheit kämpfen, setzt das SUPERKUNSTFESTIVAL seinen Weg konsequent fort. „Wir erleben derzeit die größte Herausforderung für die Festivalbranche seit vielen Jahren“, sagt Festivalintendant Michael Schmerschneider. „Produktionskosten, Gagen, Energiepreise, Sicherheitsauflagen und Infrastrukturkosten steigen kontinuierlich. Gleichzeitig kaufen viele Menschen ihre Tickets immer später. Das macht Planung für Veranstalter:innen deutlich schwieriger. Trotzdem sind wir überzeugt: Kultur darf kein Luxusgut werden.“

Tatsächlich stehen zahlreiche Festivals in Deutschland unter Druck. Viele mussten ihre Aktivitäten einstellen, andere ihre Konzepte grundlegend verändern. Das SUPERKUNSTFESTIVAL spürt diese Entwicklungen ebenfalls. Umso wichtiger seien starke Partner:innen und Förderinstitutionen.

„Die erneute Unterstützung durch die Possehl-Stiftung ist für uns von unschätzbarem Wert. Sie hilft uns dabei, kulturelle Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen und das Festival als offenen Begegnungsort weiterzuentwickeln. Dafür bin ich persönlich sehr dankbar“, so Schmerschneider.

Doch das Festival versteht sich nicht nur als Kulturveranstaltung, sondern zunehmend als gesellschaftlicher Begegnungsraum.

Ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen Kulturveranstaltungen liegt in der Struktur des Festivals selbst. Das SUPERKUNSTFESTIVAL wird nicht für Menschen mit Behinderung organisiert – sondern gemeinsam mit ihnen. Über die Kulturakademie der Diakonie Nord Nord Ost werden Menschen mit Behinderung aus unterschiedlichen Nationen in kulturellen und veranstaltungsbezogenen Berufsfeldern qualifiziert. Sie arbeiten in den Bereichen Veranstaltungsmanagement, Bühnenorganisation, Veranstaltungstechnik, Medienproduktion, Gastronomie, Künstler:innenbetreuung und Besucherservice aktiv an Planung und Durchführung mit.

„Viele sprechen über Inklusion und Teilhabe. Unser inklusive Leitgedanke will die Menschen beruflich in der Kulturwirtschaft qualifizieren.“, sagt Schmerschneider. „Wenn Menschen mit Behinderung Festivals organisieren, Bühnen betreiben, Künstler:innen betreuen oder selbst auf der Bühne stehen, entsteht mehr als ein Kulturprojekt. Es entsteht eine Gesellschaft, in der alle Menschen selbstverständlich dazugehören. Genau dafür steht das SUPERKUNSTFESTIVAL.“

Demokratie, Teilhabe und kulturelle Bildung

Die gesellschaftliche Verantwortung des Festivals zeigt sich inzwischen in zahlreichen Projekten weit über das eigentliche Festivalwochenende hinaus.

Erst am vergangenen Wochenende kamen beim Street-Rave BASS GEGEN HASS auf dem Hansekulturfestival rund 5.000 Menschen zusammen. Gemeinsam mit dem Theater Lübeck veranstaltete das SUPERKUNSTFESTIVAL einen Abend aus Techno, Spoken Word und politischen Beiträgen gegen Rechtsextremismus und für eine offene Gesellschaft.

Auch auf dem Festival selbst werden demokratische Beteiligungsformate weiter ausgebaut. Das Kinder- und Jugendparlament geht in seine zweite Runde. Mit dem neuen Projekt WELT.WEIT.WIR entstehen Räume für internationale Begegnungen und kulturellen Austausch. Die FLINTA-Stage stärkt die Sichtbarkeit weiblicher, lesbischer, intergeschlechtlicher, nicht-binärer, trans* und agender Künstler:innen.

Neue Partnerschaft mit den Nordischen Filmtagen Lübeck

Kurz vor Festivalbeginn konnten die Nordischen Filmtage Lübeck, das SUPERKUNSTFESTIVAL und das Theater Lübeck zudem eine neue langfristige Zusammenarbeit bekanntgeben. Künftig übernimmt das SUPERKUNSTFESTIVAL die Preispartnerschaft für den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Kinderjury der Nordischen Filmtage Lübeck. Das Theater Lübeck übernimmt die Preispartnerschaft für die Jugendjury.

Bereits heute arbeiten die Partner:innen eng zusammen – unter anderem im gemeinsamen Kinozelt des SUPERKUNSTFESTIVALs sowie im Medienprojekt BLOG:buster. Hier begleiten Kinder und Jugendliche beide Festivals journalistisch und produzieren eigene Beiträge und Podcasts aus dem Nordic Film Truck. Das Projekt wir durch die Michael Haukohl Stiftung unterstützt.

„Kinder und Jugendliche sind nicht nur das Publikum von morgen. Sie gestalten Kultur schon heute aktiv mit. Ihnen zuzuhören ist keine nette Geste, sondern eine demokratische Notwendigkeit. Kinder sind die Zukunft!“, sagt Schmerschneider.

Nachhaltigkeit und Verantwortung

Auch das Thema Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Bestandteil der Festivalentwicklung. Das SUPERKUNSTFESTIVAL verfolgt mit seinem mehrfach ausgezeichneten Transformationsprogramm seit Jahren das Ziel, Kulturveranstaltungen sozial und ökologisch weiterzuentwickeln.

Das Festivalticket gilt erneut gleichzeitig als Fahrkarte für den regionalen Nahverkehr. Besucher:innen werden ausdrücklich gebeten, mit Bus, Bahn oder Fahrrad anzureisen.

Cashless Payment

Erstmals wird das Festival vollständig bargeldlos durchgeführt. Das Festivalarmband dient dabei zugleich als Eintrittskarte und Zahlungsmittel. Damit folgt nun auch das SUPERKUNSTFESTIVAL den etablierten Trend, vollkommnen auf Bargeld zu verzichten.

Awarness

Ergänzt wird das Angebot durch Awareness-Teams, einen Safer Space, barrierefreie Infrastruktur, Kooperationen mit der Kulturtafel Lübeck sowie zahlreiche niedrigschwellige Beteiligungsangebote.

„Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten immer härter geführt werden, brauchen wir Orte der Begegnung“, sagt Schmerschneider. „Orte, an denen Menschen unabhängig von Herkunft, Behinderung, Alter, Religion, Geschlecht oder sozialem Status selbstverständlich zusammenkommen können. Das ist die Idee des SUPERKUNSTFESTIVALs. Und genau daran wollen wir gemeinsam mit unseren Besucher:innen, Partner:innen und Unterstützer:innen auch 2026 festhalten.“

Vom 12. bis 14. Juni wird Lübeck damit erneut zum Treffpunkt für Musik, Kunst, Film, Theater, Zirkus und gelebte Vielfalt – und zu einem Ort, an dem Kultur mehr sein kann als Unterhaltung.

Programmatische Künstler:innen-Highlights 2026

Auch musikalisch zeigt das SUPERKUNSTFESTIVAL 2026 seine ganze Bandbreite. Neben bereits angekündigten Acts wie Sportfreunde Stiller, Juli, Moop Mama, Monsters of Liedermaching, Afrob & Ferris M, Beginner Soundsystem feat. Denyo & Mad, Deine Cousine, OK.DANKE.TSCHÜSS, Smith & Smart, The Magic Mumble Jumble, Mentsh United feat. Shantel und Senta wächst das Programm um weitere nationale und internationale Künstler:innen aus Pop, Hip-Hop, Indie, elektronischer Musik, Kinderkultur und genreübergreifenden Liveformaten.

Dabei steht das Line-up 2026 nicht nur für große Namen, sondern für die programmatische Idee des Festivals: Musik als Begegnung, Haltung und gemeinsamer Raum. Hip-Hop trifft auf politische Sprache, Pop auf Familienkultur, elektronische Musik auf demokratische Öffentlichkeit, internationale Sounds auf lokale Beteiligung.

Mit Acts aus unterschiedlichen Generationen und Szenen entsteht ein Programm, das die Vielfalt des Publikums widerspiegelt: laut, zugänglich, weltoffen und solidarisch. Das SUPERKUNSTFESTIVAL bleibt damit ein Ort, an dem musikalische Unterhaltung und gesellschaftliche Verantwortung nicht getrennt voneinander gedacht werden.

Ob Mainstage, Ballroom, FLINTA-Stage, Kinderprogramm, Filmzelt oder partizipative Formate: Das Festivalprogramm 2026 versteht Kultur als Einladung. Es geht um gemeinsames Feiern, aber auch um Sichtbarkeit, Teilhabe und Haltung – gegen Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und jede Form von Ausgrenzung.

Das SUPERKUNSTFESTIVAL steht für einen einzigartigen Genre-Mix aus Musik, Zirkus, Film, Theater und Kunst. Auf sechs Bühnen und Aktionsflächen erleben Besucher an drei Tagen rund 80 Shows mit nationalen und internationalen Künstler sowie zahlreichen partizipativen Formaten.

Dabei versteht sich das Festival nicht ausschließlich als Kulturveranstaltung, sondern als Ort der Begegnung, Mitgestaltung und gesellschaftlichen Teilhabe. Neben Konzerten und künstlerischen Produktionen gehören deshalb auch Projekte der kulturellen Bildung und Demokratiebildung fest zum Programm.

Dazu zählt unter anderem das KIJUPA – das Kinder- und Jugendparlament des SUPERKUNSTFESTIVALs. Hier entwickeln Kinder und Jugendliche eigene Ideen, diskutieren gesellschaftliche Themen und bringen ihre Perspektiven aktiv in die Festivalgestaltung ein.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist BLOG:buster, die Kinder- und Jugend-Kulturredaktion des Festivals in Kooperation mit den Nordischen Filmtagen Lübeck. Junge Reporter begleiten beide Festivals journalistisch, führen Interviews, produzieren Podcasts und berichten aus ihrer eigenen Perspektive über Kultur, Gesellschaft und das Festivalgeschehen.

Ergänzt wird das Programm durch Filmvorführungen, Diskussionsformate, Workshops, internationale Begegnungsprojekte wie WELT.WEIT.WIR, die FLINTA-Stage, das Demokratieformat BASS GEGEN HASS sowie zahlreiche inklusive Kunst- und Kulturangebote für Menschen jeden Alters.

Das SUPERKUNSTFESTIVAL verbindet damit Unterhaltung, kulturelle Bildung und gesellschaftliches Engagement zu einem Festivalerlebnis, das weit über klassische Konzertformate hinausgeht.

Tickets und weitere Informationen gibt es auf Superkunstfestival.de

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Das SUPERKUNSTFESTIVAL empfiehlt allen Besucherinnen ausdrücklich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Rund um das Festivalgelände stehen nur sehr begrenzt Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Besonders praktisch: Das Festivalticket ist nicht nur Eintrittskarte, sondern gleichzeitig auch Fahrkarte im Großraum Lübeck. Es gilt in den Zonen 6000 bis 6008 sowie 5510, 5515 und 5520 – inklusive Travemünde, Bad Schwartau, Stockelsdorf und Sereetz. Damit können Besucherinnen entspannt, umweltfreundlich und ohne Parkplatzsuche zum Festival kommen.

Fahrradparkplätze

Für alle, die mit dem Fahrrad anreisen, richtet das SUPERKUNSTFESTIVAL ausgewiesene Fahrradparkplätze ein. Diese befinden sich an der Schule Tremser Teich sowie am Einlass Tor 1. Die Festivalorganisation bittet darum, Fahrräder ausschließlich in den vorgesehenen Bereichen abzustellen, damit Rettungswege, Zufahrten und Gehwege frei bleiben. Gerade für Besucher*innen aus Lübeck, Bad Schwartau und der näheren Umgebung ist das Fahrrad eine der einfachsten und schnellsten Möglichkeiten, das Festivalgelände zu erreichen.

Verkehr und Parken rund um das Festivalgelände

Aufgrund des SUPERKUNSTFESTIVALS kommt es rund um das Gelände zu einer geänderten Verkehrsführung. Unter anderem wird im Bereich Beim Drögenvorwerk eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Zusätzlich gelten Parkverbotszonen rund um das Festivalgelände. Da die Parkmöglichkeiten stark begrenzt sind, bittet die Festivalorganisation alle Besucher*innen, möglichst nicht mit dem Auto anzureisen. Wer kann, sollte das kostenlose ÖPNV-Angebot mit dem Festivalticket nutzen oder mit dem Fahrrad kommen. So bleibt die Anreise für alle entspannter und die Verkehrssituation im Umfeld des Festivals übersichtlicher.

Cashless Payment

Das SUPERKUNSTFESTIVAL ist 2026 vollständig bargeldlos. Bezahlt wird auf dem gesamten Festivalgelände mit dem Festivalarmband, das gleichzeitig Ticket und Zahlungsmittel ist. Besucher*innen können ihr Guthaben bereits vorab online aufladen; möglich ist dies bis Donnerstag, 11. Juni, um 23:59 Uhr. Die Online-Aufladung funktioniert per PayPal, Kreditkarte, Google Pay oder Apple Pay. Zur Auswahl stehen Beträge von 20, 30, 50, 80, 100 oder 120 Euro. Vor Ort kann das Armband an den Aufladestationen per EC- oder Kreditkarte, Google Pay oder Apple Pay aufgeladen werden. Eine Bargeld-Aufladung ist am Merch-Stand im Lokschuppen möglich. Pro Armband können maximal 250 Euro Guthaben geladen werden. Mehrere Armbänder lassen sich bequem über einen Account verwalten; Restguthaben kann nach dem Festival zurückerstattet oder an die Diakonie Nord Nord Ost gespendet werden. Die Festivalorganisation empfiehlt, den persönlichen Account bereits vor dem Festival anzulegen, damit vor Ort alles möglichst unkompliziert funktioniert und man entspannt ins Festival starten kann. Alle Infos dazu unter: www.superkunstfestival.de/cashless-payment

Awareness auf dem SUPERKUNSTFESTIVAL

Das SUPERKUNSTFESTIVAL möchte ein Umfeld schaffen, in dem sich alle Besucher*innen respektiert, sicher und willkommen fühlen. Awareness bedeutet dabei: aufeinander achten, Grenzen wahrnehmen, Unterstützung anbieten und Verantwortung miteinander teilen. Wer sich unwohl, unsicher oder bedrängt fühlt, kann sich jederzeit an das Awareness Team, die Security oder die Mitarbeitenden an den Bars wenden. Auch der bekannte Code „Ist Luisa da?“ kann genutzt werden, wenn jemand nicht direkt um Hilfe bitten möchte. Das Team hilft diskret und zuverlässig weiter. Zusätzlich gibt es auf dem Gelände einen Safer Space als Rückzugsort für Menschen, die eine Pause brauchen. Dort besteht auch die Möglichkeit zu stillen. Für Sorgen, Nöte oder Fragen ist außerdem das Produktionsbüro unter 0451 4002 50518 erreichbar.

Kurzfassung Serviceteil

Das SUPERKUNSTFESTIVAL bittet Besucherinnen, möglichst mit Bus, Bahn oder Fahrrad anzureisen. Das Festivalticket gilt zugleich als Fahrkarte im Großraum Lübeck in den Zonen 6000 bis 6008 sowie 5510, 5515 und 5520. Fahrradparkplätze befinden sich an der Schule Tremser Teich und am Einlass Tor 1. Rund um das Festivalgelände kommt es zu einer geänderten Verkehrsführung, unter anderem mit Einbahnstraßenregelung im Bereich Beim Drögenvorwerk, sowie zu Parkverbotszonen. Das Festival ist vollständig bargeldlos; bezahlt wird mit dem Festivalarmband. Bei Fragen, Unsicherheiten oder Unterstützungsbedarf können sich Besucherinnen an das Awareness Team, die Security, die Bars oder das Produktionsbüro unter 0451 4002 50518 wenden.

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