Vortrag Skandinavische „Buddenbrooks“
Bild: ETH-Bibliothek Zürich · Eröffnungsvortrag zur Retrospektive der Nordischen Filmtage beleuchtet Thomas Manns skandinavische Vorbilder.
Vor 125 Jahren erschien Thomas Manns Roman „Buddenbrooks“, der 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet und sechsmal verfilmt wurde. Anlässlich des Jubiläums widmen die 68. Nordischen Filmtage in Lübeck dem berühmten Gesellschaftsroman ihre diesjährige Retrospektive in Kooperation mit dem Buddenbrookhaus.
Den Auftakt hierfür bildet am Dienstag, 3. November, um 19.30 Uhr der Vortrag „Skandinavische ‚Buddenbrooks‘ – Thomas Mann, Jens Peter Jacobsen und Ingmar Bergman“ im Rahmen der Dienstagsvorträge der Gemeinnützigen in Lübeck. Der Referent Nils Louen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Buddenbrookhaus, geht in seinem Vortrag den Einflüssen skandinavischer Autoren auf Thomas Manns Werk nach. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Ohne die skandinavische Literatur hätte Thomas Manns Debüt eine solche Karriere niemals gemacht. Zu seinen literarischen Vorbildern zählten die norwegischen Schriftsteller Alexander Kielland und Jonas Lie. Auch der dänische Autor Jens Peter Jacobsen prägte sein Werk: Die sensible und verträumte Figur Hanno Buddenbrook ist ohne Jacobsens damals viel gelesenen Roman „Niels Lyhne“ kaum denkbar. In seinem Vortrag zeichnet Nils Louen diese literarischen Spuren nach und beleuchtet, welche Verbindungen zwischen den Werken und dem filmischen Erzählen bestehen – und welche Rolle der schwedische Drehbuchautor und Regisseur Ingmar Bergman dabei spielt.
Nils Louen hat Germanistik und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel studiert, wo er über Thomas Manns „Betrachtungen eines Unpolitischen“ promoviert. Derzeit ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Buddenbrookhaus tätig.
Weitere Informationen finden Sie online unter https://buddenbrookhaus.de/ sowie unter https://nordische-filmtage.de/
