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Wakenitz retten, Lübeck begrünen: GRÜNE setzen im Haushalt wichtige Umweltimpulse

Bilder: Gemini KI generiert_(c) TBF · Mit konkreten Maßnahmen für die Wakenitz und zusätzlichen Mitteln für Stadtbäume wollen GRÜNE, CDU und FDP im Haushalt 2027 wichtige Schritte für Naturschutz und Klimaanpassung in Lübeck ermöglichen.

Dazu Silke Mählenhoff, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung:

„Die Wakenitz ist ein einzigartiger Naturraum und gleichzeitig ein wichtiger Erholungsort für die Menschen in unserer Stadt. Ihr Zustand hat sich in den vergangenen Jahren sichtbar verschlechtert. Die zunehmende Verkrautung ist dabei nur ein Teil des Problems. Auch Nährstoffeinträge, Sauerstoffmangel und der Verlust wertvoller Lebensräume setzen das Gewässer unter Druck. Deshalb ist es richtig, dass wir jetzt nicht länger nur über das Problem sprechen, sondern konkrete Maßnahmen finanzieren und erproben.

Auf gemeinsamen Antrag von GRÜNEN, CDU und FDP hat die Bürgerschaft in der vergangenen Woche deshalb bis zu 320.000 Euro für Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an der Wakenitz bereitgestellt. Davon sind 100.000 Euro für erste Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität vorgesehen. Weitere 200.000 Euro werden für einen wissenschaftlich begleiteten Pilotversuch zur großflächigen Entkrautung bereitgestellt. Zusätzlich können die Naturbäder mit bis zu 20.000 Euro bei der Entkrautung unterstützt werden. Mit dem wissenschaftlich begleiteten Pilotversuch schaffen wir jetzt die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, welche Verfahren ökologisch vertretbar und zugleich praktisch wirksam sind.

Denn wir müssen genau hinschauen: Eine pauschale und dauerhafte Entfernung von Wasserpflanzen kann selbst ökologische Schäden verursachen. Wasserpflanzen sind ein wichtiger Bestandteil des Gewässerökosystems. Deshalb kann es nicht nur darum gehen, einfach möglichst viel Kraut aus der Wakenitz zu holen. Wir müssen kurzfristige Entkrautung dort ermöglichen, wo sie für Badende und Wassersport notwendig ist, und gleichzeitig die eigentlichen Ursachen der Entwicklung angehen. Dazu gehören insbesondere die Verringerung von Nährstoffeinträgen, die Renaturierung von Zuflüssen und belasteten Uferbereichen sowie die Verbesserung von Lebensräumen. Genau diese Verbindung aus konkretem Handeln und fachlicher Begleitung brauchen wir für die Zukunft der Wakenitz.“

Marilla Meier, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, ergänzt:

„Auch bei der Begrünung der Innenstadt wollen wir endlich einen substantiellen Schritt nach vorne machen. Für die Pflanzung von Stadtbäumen in der Altstadt haben wir 50.000 Euro bereitgestellt.

Mehr Bäume in der Altstadt sind eine konkrete Investition in die Zukunft. Gerade in den heißen Sommermonaten zeigt sich, wie wichtig Schatten, Grün und ein besseres Stadtklima für die Menschen sind. Bäume leisten einen wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz, verbessern die Aufenthaltsqualität und machen unsere Innenstadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Deshalb ist es gut, dass wir mit den zusätzlichen 50.000 Euro jetzt die finanziellen Voraussetzungen schaffen, um endlich mehr Bäume in der Altstadt zu pflanzen. Die Bürgerschaft hat bereits vor mehr als zwei Jahren einen klaren Auftrag erteilt. Trotzdem wurde das beschlossene Ziel, jährlich 20 neue Bäume auf der Altstadtinsel zu pflanzen, bislang nicht erreicht. Auch das Straßenbaumkonzept, das die Grundlage für eine systematische Weiterentwicklung des Baumbestands schaffen soll, ist nach Angaben der Verwaltung erst ab 2028 vorgesehen.

Mit den zusätzlichen Mitteln wollen wir jetzt dafür sorgen, dass nicht weiter nur geplant und geprüft wird, sondern tatsächlich gepflanzt wird. Gerade angesichts der zunehmenden Hitzebelastung in der Innenstadt brauchen wir sichtbare Fortschritte beim Stadtgrün.

Die Bedingungen auf der Altstadtinsel sind dabei anspruchsvoll. Deshalb braucht es eine sorgfältige Auswahl geeigneter Standorte und eine gute Planung. Das darf aber kein Grund für Stillstand sein. Wir erwarten, dass die Verwaltung die bereitgestellten Mittel schnell und zielgerichtet einsetzt. Unser Ziel ist klar: Lübeck muss deutlich grüner werden.“

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