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POL-SH: Zahl der Verkehrsunfälle steigt, aber Zahl der Verletzten sinkt

Kiel (ots) – Nach Ablauf des ersten Quartals muss die Landespolizei Schleswig-Holstein feststellen, dass der lang anhaltende Winter mit Schnee und Eis im Überfluss deutliche Spuren in der Unfallstatistik hinterlassen hat. Die Gesamtzahl der Unfälle stieg um mehr als 30% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 18.075 Verkehrsunfälle. Dieser Anstieg resultierte in erster Linie aus den Unfällen mit Blechschaden. Sie stiegen um fast 40%. Im Gegenzug reduzierte sich die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 22,7% auf 1.798 Unfälle. Die Zahl der Verunglückten verringerte sich um 21% auf 2.316 Personen. Im Gegensatz zu den 30 Toten im ersten Quartal 2009 musste die Polizei in diesem Jahr nur 9 getötete Verkehrsteilnehmer registrieren.

Die ermittelten Zahlen machen deutlich, dass die Verkehrsteilnehmer bei Schnee und Eis zurückhaltend ihre Fahrzeuge
lenkten. Es gab daher nur sehr wenige Unfälle mit Personenschaden. Aber die Unfälle mit Blechschaden ließen sich nicht ganz vermeiden.

Die Zahl der Unfälle unter Beteilung von Motorrädern und die damit verbundene Zahl der verletzten Zweiradfahrer reduzierte sich natürlich erheblich, denn man verzichtete bei dem Wetter auf viele Fahrten. Bei 102 Unfällen (-155) kam es zu 91 verletzten Personen (-140).

Die hohe Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen mit Kraftomnibussen (79 Unfälle mit 84 Verletzten und 2 Toten) ist mit
einem Unfall zu erklären, der sich in Glückstadt ereignet hat. Dabei alleine wurden 17 Personen leicht, 7 schwer und 1 tödlich verletzt.

Weiterhin stellen wir eine wachsende Zahl von Wildunfällen fest. Hier gibt es eine Steigerung von knapp 47% auf ca. 3.100 Unfälle. Zur Verhinderung sollten die Verkehrsteilnehmer bei Warnschildern „Wildwechsel“ u.a. sofort Fuß vom Gas nehmen, langsam und konzentriert fahren, Wald- und Straßenränder sorgfältig im Auge behalten und bremsbereit sein.