Arbeitslosigkeit steigt leicht an – Ausbildungsplätze werden dringend gesucht

Von Juni auf Juli haben sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Lübeck mehr Personen arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Dieses entsprach der jahreszeitlichen Entwicklung, die durch den jeweiligen Ferienbeginn, den Beendigungen von schulischen und betrieblichen Ausbildungsgängen und den Entlassungen zum Quartalsende geprägt war. In den Agenturen Neustadt und Timmendorfer Strand konnte dieser Anstieg durch saisonale Impulse ausgeglichen werden…Im Laufe des Juli meldeten sich zwischen Lübeck, seinem südlichen Umland und Fehmarn 3.942 Personen arbeitslos, das waren 230 mehr als vor einem Monat und 359 oder 10% mehr als vor einem Jahr, darunter 1.784 (Vormonat 1.761/Vorjahr 1.488), die vorher erwerbstätig waren. Aus schulischer und betrieblicher Ausbildung sowie Qualifizierung meldeten sich 837 Personen arbeitslos, im Vormonat waren es 975 ( Vorjahr 416).
Ihre Arbeitslosigkeit konnten 3.685 Personen beenden; darunter nahmen 1.439 eine
Erwerbstätigkeit auf und 652 eine Ausbildung/Qualifizierung.
Ende des Monats waren 22.853 Personen arbeitslos gemeldet, 257 mehr als im Juni und 300 oder 1,3 % mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen lag bei 11,1 % und damit um 0,1 %-Prozentpunkte über dem Vormonat und Vorjahr.
In der Hansestadt Lübeck stieg von Juni auf Juli die Zahl der Arbeitslosen um 166 oder 1,2 % auf 14216, das waren 147 oder 1% mehr als vor einem Jahr. Mit einer Arbeitslosenquote von 13,9 % lag die Hansestadt leicht über dem Durchschnitt aller kreisfreien Städte (13,8 %).
Im Kreis Ostholstein stieg die Arbeitslosigkeit leicht um 102 auf 8434. Der Vorjahreswert (8.254) konnte nicht unterschritten werden. Die Arbeitslosenquote von 8,5% entsprach dem Durchschnitt der schleswig-holsteinischen Kreise, lag aber deutlich unter der Quote für Schleswig-Holstein (9,7%).
788 Stellen wurden den Agenturen für Arbeit in Lübeck und Ostholsteins im Laufe des Juli neu gemeldet. Personalanforderungen kamen überwiegend aus dem Dienstleistungsbereich mit 625 Anforderungen. Rückläufig war die Nachfrage aus der Gruppe „Handel, Gastgewerbe und Verkehr“ (-172 auf 176 Anforderungen), unternehmensnahe Dienstleistungen einschl. Finanzierung und Vermietung folgten mit 298 (Vormonat 255) Anforderungen und öffentliche und private Dienstleister hatten 151 (Vormonat 225 )Stellen neu zu vergeben.
730 Bewerberinnen und Bewerber suchen noch einen Ausbildungsplatz
Jetzt zum Beginn des Ausbildungsjahres suchten zwischen Lübeck und Fehmarn noch 730 Bewerberinnen und Bewerber einen Ausbildungsplatz, davon 561 die im Hauptamtsbezirk Lübeck und 169 die in den ostholsteinischen Geschäftstellenbezirken gemeldet waren. Betriebe, die noch einen Ausbildungsplatz zusätzlich anbieten können bzw. bei denen ein Ausbildungsplatz durch Nichtantritt der Ausbildung frei geworden ist, werden dringend gebeten, diesen der Berufsberatung zu melden. Die derzeit 221 unbesetzten Stellen reichen bei weitem nicht aus allen Jugendlichen eine betriebliche Ausbildung zu ermöglichen.
