Hubschrauberübung fing bei UKSH an

Fotos: Florian Schmüser + RB
Erstmals an der deutschen Ostsee-Küste wurde heute um 8.00 h ein Verletztenversorgungsteam (Notarzt und 4 Rettungsassistenten) gemeinsam mit einem Leitenden Notarzt und mit der dazu erforderlichen medizinischen Spezialausrüstung von einem Hubschrauber des Bundesgrenzschutz vom Typ SA 330 PUMA im Rahmen einer Übung am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck aufgenommen…Team und Leitender Notarzt wurden anschließend auf der Ostsee auf einem Schiff (Havarist) abgesetzt. Die Übung soll zeigen, dass Team und Material innerhalb kurzer Zeit in der Lage sind, auf einem havarierten Schiff funktionsfähige medizinischen Behandlungsplätze aufzubauen und lebensrettende Behandlungen durchzuführen sowie medizinische Prioritäten für dringende Transporte in weiterbehandelnde Kliniken zu setzen.
Bereits seit mehreren Jahren bereitet sich die Leitende Notarztgruppe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H), Campus Lübeck, gemeinsam mit der Lübecker Berufsfeuerwehr auf die Verletztenversorgung bei größeren Unfällen auf See vor. Maßgeblich wurde von Lübeck aus an der Entwicklung von Konzepten für die Großschadensbewältigung auf See mitgearbeitet. Das neu eingerichtete Havariekommando in Cuxhaven fungiert im Auftrag des Bundesverkehrsministers als zentrales Koordinationszentrum für komplexe Schadenslagen auf See. Mehrere Städte mit Berufsfeuerwehren und Leitenden Notarztgruppen entlang der deutschen Küste werden derzeit für den Einsatz zur Verletztenversorgung und Brandbekämpfung auf See vorbereitet .
Das erste einsatzbereite Verletztenversorgungsteam an der Ostsee wird aus Lübeck kommen. Alle Leitenden Notärzte des UK S-H haben hierzu eine Spezialausbildung durchlaufen. Ausgewählte Rettungsassistenten der Feuerwehr wurden speziell geschult.
Prof. Dr. Dieter Jocham, Mitglied des Vorstands des UK S-H, und der Lübecker Innensenator Thorsten Geißler begrüssten die fliegenden und übenden Teams vor ihrem ersten Übungseinsatz.
