Besondere Neuigkeiten

Neues aus der Kulturschmiede

Die Kulturschmiede ist eine Arbeitsgemeinschaft in der CDU. Ihr gehören Mitglieder an, die sich kulturpolitisch betätigen. Sie wurde 2007 vom Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen ins Leben gerufen, der die Kultur zur „Chefsache“ erklärte.

In der ersten Phase führte Wolfgang Börnsen,MdB den Vorsitz zusammen mit Wilfried Wengler, MdL. In dieser Phase gab es Begegnungen mit Kulturschaffenden und Vertretern von Verbänden aus Musik, Theater, Heimatpflege, Büchereiwesen,Museen, Bildender Kunst sowie Filmwirtschaft, ein informativer Austausch für beide Seiten. Wegen Arbeitsumfangs in Berlin bzw. Kiel gaben Wolfgang Börnsen und Wilfried Wengler den Vorsitz ab.

In der Februar- Sitzung 2010 wurde Caroline Schwarz, Kultur- und Minderheitenbeauftragte, zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie verfügt über vielfältige Kenntnisse und Kontakte zur Kulturszene in Schleswig-Holstein. Ihr zur Seite stehen Brita Schmitz-Huebsch, MdL a, D und Gert Meyer, Kulturdezernent und Stadtkämmerer der Stadt Kiel.

Gemäß dem von ihr vorgelegten Arbeitspapier mit Themenschwerpunkten lud Caroline Schwarz am 1. 6. 2010 zu einem ersten Atelier- Besuch ein. Die Arbeitsgruppe lernte den Bildhauer Manfred Sihle –Wissel und dessen Werkstatt in Brammer bei Rendsburg kennen.

Manfred Sihle –Wissel wurde 1934 in Reval (heute Tallinn) in Estland geboren. Nach der „Umsiedlung“ ins Wartheland 1939 und der Flucht nach Hamburg 1945 studierte er dort 1954 bis 1959 an der Hochschule für Bildende Künste. Seine Lehrer waren Edwin Scharff und Hans Martin Ruwoldt. Seit 1981 lebt und arbeitet er in Brammer.

Sihle-Wissel wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet:

1972 Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg

1987Kunstpreis der Schl.-Holst. Wirtschaft

2003 Brahmspreis der Stadt Heide

Seit 1975 ist Manfred Sihle- Wissel Mitglied der Freien Akademie der Künste zu Hamburg.

In unterhaltsamer Weise stellte der Bildhauer seine Skulpturen im Garten und die berühmten Köpfe in seinem Atelier vor. Zu vielen Werken hatte er eine Anekdote parat oder erzählte die werkeigene Geschichte. In der gastfreundlichen Atmosphäre im Haus des Ehepaares Sihle-Wissel entwickelten sich die Gespräche weiter, u.a. auch zu „Kunst im Öffentlichen Raum“ und „Künstlersozialkasse“.

Auf der anschließenden internen Sitzung in Nortorf ging es um die Sparpläne der Regierung, die auch den Bereich „Kultur“ treffen. Die Sparpläne werden generell unterstützt. Die Teilnehmer legen jedoch Wert auf regionale Ausgewogenheit. Die Kommunikation mit den Betroffenen hält die Arbeitsgruppe für außerordentlich wichtig. Die CDU muss ein verlässlicher Partner des Kulturlebens bleiben. Kultur ist nicht nur aus wirtschaftlichen und touristischen Gründen in Schleswig-Holstein wichtig, sie dient den Menschen als Orientierung, Identifikation und Wertschätzung, in Zeiten globaler Strömungen unerlässlich. Deshalb drängt die Arbeitsgruppe auf die Verabschiedung eines Kulturentwicklungsplanes durch das Parlament.

Die Kulturschmiede wird sich weiterhin dahingehend engagieren, Gespräche mit Kulturschaffenden zu suchen, Aufführungen und Konzerte usw. zu besuchen und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen durchzuführen. Gedacht ist auch an die Stiftung eines Preises.