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Medienstaatsvertrag: IHK reagiert mit Unverständnis auf SPD-Vorstoß

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Mit Unverständnis reagiert die IHK Schleswig-Holstein auf die Ankündigung der SPD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, den Medienstaatsvertrag mit Hamburg abzulehnen. „Wenn wir schon nicht in der Lage sind, uns auf die Zusammenarbeit auf diesem Feld zu einigen, wie soll dann die so dringend nötige Vertiefung der Länderkooperation bis hin zur Fusion gelingen“ , fragt der Präsident der IHK Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann, und erinnert: „Der Norden kann sich diese Kleinstaaterei mit seinem Denken auf beschränkte Räume nicht länger leisten, wenn der Wirtschaftsstandort nicht noch weiter an Attraktivität verlieren soll!“ Weiter appellierte Driftmann an die Kompromissbereitschaft der Politik, ohne die eine engere Zusammenarbeit nicht möglich sei. Schließlich unterstütze auch die IHK Schleswig-Holstein das Vorhaben, obwohl sich nicht alle ihre Wünsche im Staatsvertrag wieder fänden. Dass eine gemeinsame Medienanstalt und eine gemeinsame Filmförderung sich nicht allein auf Hamburger Belange konzentrierten, sondern auch schleswig-holsteinische Interessen verträten, indem sie etwa – wie von der SPD hervorgehoben – auch schleswig-holsteinische Unternehmen und Projekte unterstützten, sei eine Selbstverständlichkeit.