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Lübecker Forscher erhalten gut 1,7 Millionen Euro für Innovative Medizintechnik-Projekte

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Lübeck: Die Medizin-Kompetenzen am Standort Lübeck werden weiter ausgebaut. Der Staatssekretär im Wissenschaftsministerium, Jost de Jager, überbrachte Förderbescheide in einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro. Damit werden insgesamt 13 Projekte des Medizintechnikverbundes Lübeck unterstützt. Die Mittel stammen aus dem Technologieförderprogramm und dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Landes. Jost de Jager: „Das Land finanziert damit den Anschub innovativer Projekte am Standort Lübeck. Zusammen mit der kürzlich erfolgten Besetzung der Professur Medizintechnik an der Universität Lübeck trägt dies zur nachhaltigen Stärkung der Medizin in Lübeck bei. Es liegt jetzt in der Verantwortung der Handelnden vor Ort, etwas aus diesem auch wirtschaftlich wichtigen Bereich zu machen.“

Das größte geförderte Projekt mit einer Fördersumme von 825.000 Euro wird vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein zusammen mit dem Kompetenzzentrum Tissue Engineering der Universität zu Lübeck (KTE) betrieben. Prof. Hans-Günther Machens entwickelt dort gemeinsam mit seinem Team ein Therapiekonzept für das Diabetische Fußsyndrom. Als solches werden schwer heilende chronische Wunden bei Diabetikern bezeichnet. Grund für die schlechte Heilung ist die mangelnde Durchblutung des geschädigten Gewebes. Bei rund zehn Prozent der Betroffenen droht die Amputation. Das Therapiekonzept zielt auf die Behandlung mit modifizierten körpereigenen Zellen ab. Bei Erfolg des Projektes könnten Amputationen vermieden werden. Die Förderung unterstreicht die Bedeutung des universitären Schwerpunktes „Regenerative Medizin“ an der Universität zu Lübeck.

Der Medizintechnikverbund Lübeck wurde im März 2004 gegründet. Ihm gehören die Universität zu Lübeck mit dem Laserzentrum, die Fachhochschule Lübeck, das UK S-H mit dem Standort Lübeck sowie das Forschungszentrum Borstel an. Dieser Verbund intensiviert die Zusammenarbeit und die gemeinsame Nutzung von Forschungsmitteln. Er stärkt und vernetzt die vorhandenen Forschungsbereiche und schafft damit die Voraussetzungen für die Entwicklung von innovativen und komplexen wissenschaftlichen Aufgabenstellungen.