Lübeck: Mann vergeht sich an Pony – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise
Lübeck / Stuttgart, 11. März 2026 – Tierquäler gesucht: Einem Polizeibericht zufolge hat ein Mann am 27. Februar ein Pony in einem Pferdestall in Lübeck-Kronsforde missbraucht. Das Tier wurde dabei im Genitalbereich verletzt. hier-luebeck.de berichtete:https://hier-luebeck.de/index.php/pol-hl-luebeck-st-juergen-pony-durch-unbekannten-tatverdaechtigen-sexuell-verletzt-polizei-sucht-nach-zeugen/
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
„Tiere, die Opfer solcher Gewalttaten werden, leiden nicht nur körperlich, sondern auch psychisch massiv. Der Täter muss schnellstmöglich gefunden werden. Bitte helfen Sie mit, diese Tierquälerei aufzuklären“, so Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA. „Zoophilie beziehungsweise Sodomie ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Manchmal verletzen die Täter ihre Opfer dabei so schwer, dass diese von ihrem Leiden erlöst werden müssen. Weitere Vorfälle in der Region sollten umgehend angezeigt werden, um mögliche Tatzusammenhänge aufzuzeigen. Um solche Gewalttaten effektiver bekämpfen zu können, fordert PETA ein behördliches Register, in dem Anschläge auf Pferde und bereits überführte Personen von Tierquälerei-Fällen erfasst werden.“
Hintergrundinformationen
Sodomie verstößt gegen das Tierschutzgesetz und ist strafbar!
Seit der Änderung des Tierschutzgesetzes im Juli 2013 sind sexuelle Handlungen an Tieren verboten und können mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro belegt werden. Ist der Straftatbestand der Tierquälerei erfüllt, können Täter zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verurteilt werden.
Vorsichtsmaßnahmen – Tipps für Pferdehalter
Die Tierrechtsorganisation rät Pferdehaltern zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein „Pferdeschänder“ umgeht. Die Tiere sollten – sofern möglich – nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem sollten Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, diese mit mindestens zwei Personen auszuführen und Mobiltelefone bei sich zu tragen. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.
Das Motto der Tierrechtsorganisation lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. PETA setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
