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Die Lübecker Anglerschaft meldet über 70.000 € Fischbesatz

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Lübecker Kreisverbands der Sportfischer eV war mit 41 Teilnehmern nicht voll besucht. Dabei gab es durchaus ansehnliches Zahlenmaterial: 7.781 Angler (in 21 Vereinen) sind im Lübecker Kreisverband organisiert. Gezahlt werden 0,50 Euro Beitrag zum Kreisverband pro Mitglied. Das macht 7.781 x 0,50 = 3.890,50 Euro verfügbare Mittel.

Trotzdem wurden Besatz an Aal, Karpfen und Lachs eingebracht im Wert von 72.439 Euro. Das sind 68.548,50 Euro, die zusätzlich beschafft worden sind, sei es durch bezahlte Dienste (Hansestadt Lübeck) oder aus Fördermitteln.

Die Versammlung hat es wohlwollend zu Kenntnis genommen und alle Beschlüsse im Sinne des Vorstands einstimmig gefasst.

Dazu gehörten auch die geplanten Investitionen für ein Boot (ca. 14.000 Euro) und eine neue Software plus Internetauftritt (gut 15.000 Euro), die 2025 nicht erledigt werden konnten. Der Vorstand hat Angebote erst nach langer Zeit und mehrfachen Rückfragen bekommen.

Es wird vermutet, dass man in der Wirtschaft „die Nase voll“ hat von Vereinen und Verbänden, die scheinbar viel Arbeit machen und wenig Geld investieren. Deshalb werden Angebote nicht mehr zügig bearbeitet. Nun werden die rund 30.000 Euro Investition 2026 folgen.

Bedenken bestehen hinsichtlich der digitalisierten Fischereiabgabe und der damit verbundenen Barrieren, die sich vermutlich bei den Urlauberscheinen negativ auswirken werden.

Vorbei ist die Zeit, wo schnell mal am Wochenende oder an (Oster-)Feiertagen die Papiere vor Ort beschafft werden konnten. Die Versammlung konnte die zu vermutende Verringerung der verkauften Erlaubnisse an Urlauber nicht einschätzen, da wird die Folge abzuwarten sein.

 

 

 

 

 

Foto: Der erste Vorsitzende Andreas Weber (stehend) leitete routiniert durch die Versammlung