Angriffsversuch zunächst zurückgeschlagen
Am 12. August 2026 hatten die Bewaffneten am helllichten Tag versucht, in die Ortschaften Murish, Jwak Maitumbi und Mairana einzudringen. Dabei skandierten sie „Allahu Akbar“ und schossen in die Luft, während viele Einwohner auf ihren Feldern arbeiteten. In Murish und Mairana konnte der Angriff dank Bemühungen des örtlichen Sicherheitsnetzwerks abgewehrt werden.
In Jwak Maitumbi gelang es den Angreifern jedoch, in das Dorf einzudringen und dort Chaos anzurichten. Sie brannten Häuser, Felder und Kirchen nieder; getötet wurde jedoch an diesem Tag niemand.
In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es zu dem folgenschweren Angriff auf das Dorf BinPer Bwai. Die Bewaffneten drangen zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden des Dienstags in die Ortschaft ein.
Wie eine lokale Kontaktperson von Open Doors bestätigte, zogen sie von Haus zu Haus und töteten die Bewohner mit Macheten. Dabei kamen vor allem schlafende Frauen und Kinder ums Leben. Außerdem zerstörten sie die Felder der Dorfbewohner.
Angriff in einer Phase des Wiederaufbaus
Nach Angaben von Anwohnern ereigneten sich die Angriffe, während sich in BinPer Bwai und den umliegenden Ortschaften Soldaten aufhielten. Nach dem Angriff kam es zu öffentlichen Protesten, bei denen hauptsächlich Frauen aus der betroffenen Ortschaft ihren Schmerz und ihren Unmut kundtaten. Sie fühlten sich von den nigerianischen Streitkräften betrogen, die den Angriff trotz ihrer Präsenz in den Dörfern nicht verhindert hatten.
Das nigerianische Nachrichtenportal „PUNCH“ berichtet: „Frauen, die in großer Zahl auf die Straße gingen, hielten Blätter in den Händen, während sie durch die Ortschaft marschierten, die Morde beklagten und dringende Maßnahmen der Regierung zum Schutz der Bewohner forderten.“
Die jüngsten Vorfälle stellen für die Bevölkerung eine große Herausforderung dar. Nach Angaben von ortsansässigen Kontaktpersonen von Open Doors sind 99 Prozent der Einwohner Christen. Bereits im Jahr 2023 war es in der Region zu massiven Angriffen mit hunderten Opfern gekommen; viele hatten daraufhin die Flucht ergriffen. Mittlerweile haben sich zahlreiche Vertriebene zur Rückkehr entschlossen. Sie siedeln sich seit einiger Zeit neu an und bauen ihre Heimatorte wieder auf. Nun haben die jüngsten Angriffe erneut Leid und Angst unter den Christen verbreitet.
Am Mittwoch dieser Woche fand laut „PUNCH“ ein Massenbegräbnis statt.
Auf dem Weltverfolgungsindex 2026 steht Nigeria an 7. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.
Quellen: PUNCH, Reuters, Open Doors
Bitte beten Sie für Christen in Nigeria:
- Beten Sie für alle Verletzten und die Angehörigen der Opfer, dass Jesus ihnen Trost und Heilung schenkt.
- Beten Sie um Gottes übernatürlichen Frieden für die Christen in Mangu, dass sie trotz der andauernden Gewalt ihren Alltag bewältigen und weiter mutig Jesus folgen.
- Beten Sie um Weisheit und göttliche Vollmacht für alle Pastoren, damit sie sowohl Trost spenden als auch den Glauben der Christen in dieser Situation aufbauen können.
- Beten Sie, dass Gott seinen Heiligen Geist über das Volk der Fulani ausgießt und besonders den Militanten unter ihnen die Augen für Jesus öffnet.