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Interimsschule an der Kanalstraße feierlich eröffnet

Foto: HL · Neuer Schulstandort für bis zu 420 Schüler:innen nach rund sechs Monaten Bauzeit fertiggestellt

Nach rund sechs Monaten Bauzeit ist die neue Interimsschule an der Kanalstraße fertiggestellt. Am Mittwoch, 26. August 2026, wurde der neue Schulstandort im Beisein von Vertreter:innen der beteiligten Schulen, der Hansestadt Lübeck sowie der am Bau beteiligten Unternehmen und Planungsbüros feierlich eröffnet.

Grit Sabelus, Schulleiterin der Ernestinenschule, begrüßte die Gäste zur Einweihung. Senatorin für Kultur und Bildung Monika Frank und Stefan Philippi, Schulleiter des Katharineums, begleiteten die Eröffnung mit Redebeiträgen. Für die Hansestadt Lübeck nahm unter anderem Dipl.-Ing. Marcel Hoppe teil, der die Baumaßnahme als Projektleiter des Gebäudemanagements verantwortete. Für den musikalischen Rahmen sorgten Schüler:innen des Katharineums.

Mit der Rückkehr der Gymnasien zu G9 steigt ab dem Schuljahr 2026/2027 der Flächenbedarf an den Lübecker Gymnasien. Für die Innenstadtgymnasien entsteht deshalb langfristig zusätzlicher Schulraum im ehemaligen Karstadtgebäude an der Königstraße, das derzeit auf Grundlage des Konzepts „Bildungshaus/Mixed Use“ umgebaut wird. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.

Bis dahin schafft die neue Interimsschule auf der ehemaligen Parkplatzfläche P1 an der Kanalstraße gegenüber der Musikschule zusätzliche räumliche Kapazitäten für die Ernestinenschule und das Katharineum. Der Standort wird bereits seit Beginn des Schuljahres 2026/2027 genutzt.

36 Module für einen neuen Schulstandort

Um die kurze Bauzeit bis zum Schuljahresbeginn realisieren zu können, wurde die Interimsschule als zweigeschossiger Gebäuderiegel parallel zur Kanalstraße in Modulbauweise errichtet. Zur Vorbereitung war die Parkplatzfläche bereits zum 1. September 2025 für die öffentliche Nutzung gesperrt worden.

Bevor die ersten Gebäudemodule angeliefert werden konnten, musste zunächst der Untergrund vorbereitet werden. Für die Gründung wurden insgesamt 120 Betonsäulen mit einem Durchmesser von jeweils 32 Zentimetern bis zu 18 Meter tief in den Boden eingebracht.

Die ersten Module erreichten die Kanalstraße in der Nacht vom 23. auf den 24. März 2026 und wurden anschließend vor Ort montiert. Insgesamt besteht die Tragkonstruktion aus 36 jeweils 16,50 Meter langen Modulen, die nach der Montage vor Ort weiter ausgebaut und verkleidet wurden.

Platz zum Lernen für bis zu 420 Schüler:innen

Die zweigeschossige Modulschule verfügt über 14 Klassenräume und vier Differenzierungsräume. Hinzu kommen zwei Kommunikationszonen, ein Raum für die Lehrkräfte, ein Besprechungsraum, ein Erste-Hilfe-Zimmer sowie Sanitär- und Technikräume.

Auch die gemeinsame Campusklasse der Förderzentren mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung (GE), die im Schuljahr 2025/2026 noch die Modulschule an der Hüxwiese nutzte, ist an den neuen Standort umgezogen. Ihr stehen dort ein Klassenraum sowie ein Differenzierungsraum zur Verfügung.

Seit dem 17. August 2026 besuchen bis zu 420 Schüler:innen der Mittel- und Oberstufe den neuen Schulstandort an der Kanalstraße.

Außenanlagen mit 264 Fahrradstellplätzen

Die gemeinsam von der Ernestinenschule, dem Katharineum und der Campusklasse der Förderzentren GE genutzten Außenanlagen bieten insgesamt 264 Fahrradstellplätze sowie verschiedene Sitzpodeste und teilweise verschattete Aufenthaltsbereiche.

Da das Schulgebäude aufgrund seiner Gründung oberhalb der bestehenden Parkplatzfläche liegt und das Gelände ein Gefälle aufweist, wurde für den Zugang eine Treppenanlage mit seitlichen Pflanzinseln angelegt. Die Sitzpodeste und weiteren Sitzbereiche werden voraussichtlich bis Mitte September 2026 vollständig fertiggestellt.

Ergänzend hat die Hansestadt Lübeck im angrenzenden öffentlichen Raum zusätzliche Bänke und Abfallbehälter aufgestellt.

Interimsschule ist nicht nur eine Übergangslösung

Die Interimsschule ist dabei nicht nur eine Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Bildungshauses: Anschließend soll der Standort auch weiterhin als Interimsfläche für weitere Sanierungsaufgaben im Schulbau genutzt werden. Damit steht das Gebäude auch langfristig als wichtiger Baustein für die anstehenden Investitionen in die Lübecker Schullandschaft zur Verfügung.

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