Eine Geschichte: Das Erbe der acht Bäume
Geschichte: Ein alter Gärtner rief seine Enkel zusammen und sagte: „Es gibt acht besondere Bäume, die man nur ein einziges Mal im Leben pflanzt. Sie sind ein Versprechen an die Zukunft und nähren noch eure eigenen Enkelkinder.“
Er pflanzte die Maulbeere für honigsüße Früchte, die Kaki, die im Winter wie Laternen leuchtet, und die wärmeliebende Feige. Für nahrhafte Maronen im Winter setzte er die Esskastanie. Als natürliche Hausapotheke wählte er den Holunder, daneben die robuste Haselnuss als verlässlichen Nusslieferanten. Abseits fand die seltene Mispel ihren Platz, deren Früchte erst nach dem Frost süß werden. Im Zentrum setzte er den König des Gartens: die langlebige Walnuss.
Jahre später kehrten die Kinder als Erwachsene zurück. Der Gärtner war lang gegangen, doch die acht Bäume standen stolz und voller Früchte da. Da verstanden sie: Wer diese Bäume pflanzt, tut dies nicht für sich selbst – er schenkt Leben für Generationen

