Conny&Kurt: Zukunft aktiv gestalten statt erstarren
Symbolfoto: Gemini KI generiert (c) TBF · In Phasen der Verunsicherung neigen viele Menschen dazu, am Status quo festzuhalten. Gegen diese Lähmung regt sich im Kirchenkreis Altholstein Widerspruch. Der Theologe und Organisationsentwickler Pastor Lars Klehn fordert im Podcast Conny&Kurt, das Morgen in der Mehrzahl zu denken. Mittels eines Trichter-Modells gelte es, aktiv zwischen wahrscheinlichen, möglichen und wünschenswerten Szenarien zu differenzieren.
Dramatischer Mitgliederschwund erhöht den Druck
Der Handlungsdruck für grundlegende Veränderungen ist messbar:
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- Der jährliche Mitgliederschwund der evangelischen Kirche beschleunigte sich von 1,2 % auf 3,7 %.
- Die Halbierung der Mitgliederzahl wird bereits 2040 eintreffen – zwanzig Jahre früher als noch 2018 prognostiziert.
Reformen als „Senfkorn“ für das Morgen
Frei nach dem Zukunftsforscher Robert Jungk ist das Morgen bereits im Heute maskiert vorhanden. Als wegweisendes Beispiel nennt Klehn das Reformmodell Pforzheim: Hier wurde das klassische Parochialprinzip durch eine Großgemeinde ersetzt, die sich strikt an den Bedürfnissen der Menschen ausrichtet und sogar Nicht-Mitgliedern ein Stimmrecht einräumt.
Solche Keime der Veränderung gilt es laut Klehn auch in städtischen Räumen wie Neumünster zu pflegen, um Barrieren abzubauen und echte Teilhabe zu realisieren.
