Kapitän Falk Ohlig hielt Vortrag vor dem Lions-Club

Text und Foto: Dr. Christoph Gaudecki
Am Dienstagabend hielt Kapitän Falk Ohlig von der Lübecker Hafengesellschaft einen Vortrag vor den Mitgliedern des ältesten Lübecker Lions-Clubs
Zahlreiche Mitglieder des Lions-Clubs Lübeck waren in die Lübecker Gemeinnützige gekommen, um den Vortrag von Falk Ohlig zu hören. Der Kapitän sprach über die Lübecker Hafengesellschaft und über die Häfen in der Hansestadt…Die Lübecker Hafengesellschaft hat etwa 1.000 unmittelbare Mitarbeiter. Die wirtschaftliche Bedeutung dieses Unternehmens ist jedoch viel größer, da etwa bis zu 6.000 Menschen von den Lübecker Häfen leben. Der Jahresumsatz des Unternehmens beträgt etwa 93 Millionen Euro.
Die Lübecker Hafengesellschaft beschränkt sich nicht auf das An- und Ablanden von Schiffen. Mehrere Tochterunternehmen runden das Dienstleistungsangebot der LHG ab. Hierzu gehören auch eine Spedition und ein Consultingunternehmen.
In Lübeck wird besonders viel Papier- und diesbezügliches Rohmaterial im- und exportiert. Pro Jahr sind es insgesamt etwa 4 Millionen Tonnen. Der Gesamtumschlag der Lübecker Häfen beträgt 25,4 Millionen Tonnen. Die wirtschaftliche Bedeutung der Häfen ist nicht unerheblich. Materialien aus Skandinavien und den baltischen Staaten werden bis nach Italien, Frankreich und sogar nach Spanien weiterbefördert. Das Liniennetz der Reedereien ist sehr ausgeprägt. Das Kreuzfahrtgeschäft nimmt zudem eine steigende Bedeutung ein. Für 2005 sind 50 An- und Abfahrten angemeldet, davon viele Kreuzfahrtschiffe aus den USA. Aber auch die Reederei Peter Deilmann aus Neustadt unternimmt in 2005 mit ihrem Flaggschiff, der „Deutschland“, Reisen ab Travemünde.
Täglich befördern 2.500 LkW von den Lübecker Häfen aus Güter nach ganz Europa. Die LHG erwartet bis 2010 erhebliche Steigerungsraten im Güterumschlag: Dänemark (+ 50%), Norwegen (+ 67%), Schweden (+ 72%), Finnland ( + 54%) und Russland/Baltische Staaten (+ 308%). Die LHG investiert sehr viel Geld in den Erhalt und Neubau ihrer Hafenanlagen. Dabei steht nicht die Gewinnmaximierung, sondern der Erhalt der Arbeitsplätze der unmittelbar und mittelbar beteiligten Menschen an erster Stelle.
