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35 Jahre „Zeit des Erinnerns – für die Zukunft“

Bild: HL · Über 60 Veranstaltungen machen die Vielfalt der Lübecker Erinnerungskultur sichtbar.

Von Oktober bis Dezember 2026 findet zum 35. Mal die Gedenk- und Erinnerungsreihe „Zeit des Erinnerns – für die Zukunft“ statt. Zahlreiche Akteur:innen der Lübecker Erinnerungskultur gestalten gemeinsam ein vielfältiges Programm, um der Opfer von Gewalt und Verfolgung im 20. Jahrhundert zu gedenken. Neben Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen, Stadtrundgängen, Workshops, Vorträgen und Lesungen umfasst das Programm auch künstlerische Formate wie Konzerte sowie Film- und Theatervorführungen.

„Der Aufstieg extremistischer Kräfte weltweit ist eine zunehmende Herausforderung für Demokratie, Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt,“ sagt Monika Frank, Senatorin für Kultur und Bildung der Hansestadt Lübeck. „Zum Schutz unserer demokratischen Grundwerte sind politische Aufklärung und historisch-kulturelle Bildung wichtiger denn je. Die Veranstaltungsreihe ‚Zeit des Erinnerns – für die Zukunft‘ leistet dazu in Lübeck seit über 35 Jahren einen zentralen Beitrag.“

Mit mehr als 60 Veranstaltungen ist das Programm in diesem Jahr so umfangreich wie nie zuvor. Ein Schwerpunkt ist das Gedenken an die Deportation Lübecker Juden nach Riga vor 85 Jahren. Am 6. Dezember 2026 findet dazu gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Lübeck eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus statt.

Begleitend stehen die Ausstellung „Deportationen norddeutscher Juden nach Riga“ in der Dorothea-Schlözer-Schule, Buchvorstellungen zur Geschichte der Carlebach-Synagoge und der Jüdischen Gemeinde Lübeck sowie ein neu konzipierter Stadtspaziergang zum jüdischen Leben in Lübeck auf dem Programm.

Weitere Themen sind der kirchliche und sozialistische Widerstand gegen den Nationalsozialismus sowie das Schicksal von Zwangsarbeiter:innen in Lübeck während der NS-Zeit. Auch der beliebte postkoloniale Stadtspaziergang und eine Ausstellung zur SED im Alltag der DDR sind Teil der Veranstaltungsreihe.

Kultursenatorin Monika Frank freut sich: „Nach 35 Jahren ist die Erinnerungs- und Gedenkreihe lebendiger und bunter denn je. Sie zeigt eindrucksvoll, wie tief das erinnerungskulturelle und demokratische Engagement in der Lübecker Stadtgesellschaft verankert ist.“

Der gedruckte Programmflyer für „Zeit des Erinnerns – für die Zukunft“ 2026 liegt im Rathaus, in den Stadtbibliotheken, in den Nachbarschaftsbüros sowie in den teilnehmenden Kirchen und Kultureinrichtungen aus. Der Flyer steht ebenso wie ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen online unter www.luebeck.de/zeitdeserinnerns zur Verfügung.

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