CDU: Miteinander sprechen, statt übereinander

In der Diskussion um eine bevorstehende Kreisgebietsreform übernimmt die CDU-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft jetzt die Initiative. „Wir wollen einen neuen Dialog entwickeln. Lübeck und seine Nachbarn müssen mehr miteinander sprechen, nicht mehr nur übereinander“, so Fraktionsvorsitzender Klaus Puschaddel.
Auf dem Foto: Oliver FrädrichDie CDU beantragt daher in der nächsten Bürgerschaftssitzung, die Kreistage von Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Stormarn und Ostholstein zu einer gemeinsamen Konferenz einzuladen. Ziel soll eine vorurteilsfreie und konstruktive Auseinandersetzung mit der möglichen Gebietsreform sein.
Dabei solle es nicht zu einem konkreten Beschluss zur Gebietsneuordnung kommen. Zunächst einmal wolle man zum Gespräch einladen. „Unter erwachsenen Menschen sollte es möglich sein, in aller Ruhe gemeinsame Interessen zu erörtern, Synergien auszuloten und den Standort Südostholstein zu festigen.“, so Puschaddel.
Zweitrangig sei dann die Frage, wie ein zukünftiges Schleswig-Holstein aussehen könnte. „Wir wollen mit unseren Nachbarn überparteilich die regionale Zusammenarbeit entwickeln und gegenseitige Vorurteile abbauen. Es ist für Lübecks Zukunft von besonderer Bedeutung, sich mit seinen Nachbarn auf eine gemeinsame Politik zu verständigen.“, so der Initiator des Antrags, Fraktionsmitglied Oliver Fraederich.
Verfrühten Festlegungen zu Neuordnungen und Eingemeindungen erteilt die CDU-Fraktion daher auch eine klare Absage. „So etwas erscheint hektisch und ist so kontraproduktiv wie unnötig. Wir sollten uns nicht gegenseitig etwas wegnehmen wollen, sondern endlich eine Gesprächskultur aufbauen.“, so Fraederich abschließend.
