Das neue Glücksfischer-Projekt: Kuttern gegen den Krebs
Fotos: Die Glücksfischer · Hilft Kutterangeln Kindern eine bereits behandelte Krebserkrankung endgültig zu besiegen? Der stellvertretende Leiter der Klinik für pädiatrische Hämatologie und Onkologie am UKSH (Universitätsklinik Schleswig-Holstein), gemeinhin Kinderkrebsklinik genannt, ist Oberarzt Dr. Martin Demmert. Seine Aussage ist eindeutig:
„Die Krebsbehandlung führt zu unvermeidlichen körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen beim Patienten. Positive neue Erlebnisse wie eine Kuttertour mit Erfolg beim Fischfang sind wesentlich für die Erholung von Körper und Seele.“

Deshalb hat der gemeinnützige Lübecker Verein Die Glücksfischer e.V. im Verbund mit dem EHSFV Eisenbahner Hochsee-Sportfischer-Verein e.V. aus Lübeck-Travemünde das neue Glücksfischer-Kutterprogramm erarbeitet. Speziell angepasste betreute Fahrten mit dem Vereinsboot „Prof. Oeftering“ bieten den an Krebs erkrankten Kindern ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Meereserlebnis im Rahmen der physischen und psychosomatischen Nachsorge.
Zu Erlebnissen wie eine Kutter-Angeltour sagt Oberarzt Dr. Martin Demmert: „Sie steigern das Selbstbewusstsein des Kindes und schaffen ihm neue Lebensfreude.“
In einem aktuellen Termin in der Universitätsklinik haben (im Bild von links) Annette Voß vom psychosozialen Dienst der UKSH, Stationsleiterin Kerstin Wilms, Glücksfischer-Kassenfrau Marion Hardt, Oberarzt Dr. Martin Demmert und Eva-Maria Schmidt, 1. Vorsitzende im EHSFV, die Teilnehmer der ersten Tour festgelegt.

Abschließend Marion Hardt von den Glücksfischern: „Nach unserer Erfahrung ist die Kutterfahrt ein Erlebnis, bei dem der Bewegungsdrang der Kinder und notwendige Pausenzeiten sich nahtlos abwechseln. Das passt besonders gut zur Nachsorge bei Krebserkrankungen. Das Highlight ist natürlich der Fang eines Meeresfisches oder sogar mehrerer. Das Rundum-Kutterpaket macht die Kinder glücklich.“
