Der norddeutsche Raum muss sich gemeinsam der Energiewende stellen
Zur Anhörung des Themenkomplexes „Umwelt, Klima, Energie“ der Enquetekommission Norddeutsche Kooperation sagt die Landtagsabgeordnete und Mitglied in der Enquete für Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:
Die Reaktorkatastrophe in Japan hat das Thema Umwelt und Energie ganz oben auf die politische Tagesordnung gesetzt. Als Konsequenz wird Deutschland aus der Atomenergie aussteigen.
Um ein nachhaltiges Energiekonzept auf die Beine zu stellen, können die Bundesländer nicht allein handeln. Der norddeutsche Raum muss sich gemeinsam der Energiewende stellen. Das bestätigen auch die angehörten Energie- und Umweltexperten in der heutigen Sitzung der Enquetekommission Norddeutsche Kooperation.
Die Konzepte zu Erzeugung, Transport und Nutzung regenerativer Energien können nur grenzüberschreitend funktionieren: Den zukünftigen Energiebedarf müssen die Bundesländern in enger Abstimmung ermitteln. Auch die Planung, wie eine bedarfsangepasste Energieerzeugung Klima schonend realisiert werden kann, muss länderübergreifend erfolgen. Gleiches gilt für den Ausbau der Energienetze. Last but not least bietet die Forschung zu Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien genau dann die größten Chancen, wenn im norddeutschen Raum, bundesweit und international kooperiert wird.
Für Schleswig-Holstein bietet der Atomausstieg die Chance durch Vernetzungen zwischen traditioneller maritimer Industrie und Windenergie wieder an die Spitze im Bereich der Windenergie anzuschließen. Das gilt sowohl für die Onshore- als auch für die Offshore-Technik.
