Besondere Neuigkeiten

Ein neuer Standard für die Analyse der Blutgerinnung Land fördert Diagnostik-Industrie Unternehmen mit rund 300.000 Euro

Zukunftsprogramm Wirtschaft

Mit rund 300.000 Euro aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft unterstützt das Wirtschaftsministerium die LABiTec Labor Biomedical Technologies GmbH (LABiTec) bei der Entwicklung eines neuen innovativen, vollautomatischen Messsystems zur schnelleren und sicherer Bestimmung der Thrombozytenaggregation. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid übergab Wirtschafts-Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen am 09. Februar an LABiTeC, ein weltweit aktives Unternehmen in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von qualitativ hochwertigen und leistungsfähigen medizinischen Systemen im Bereich der Hämostase- und Thrombozytenfunktionsdiagnostik.

„“Dieses neue Messverfahren ermöglicht erstmals auch kleineren Krankenhäusern und Labors, zeitnah und genau die Thrombozytenaggregation zu bestimmen““, sagte Andreßen. Bisher erforderte die Messtechnik noch speziell auf die Aggregationsdiagnostik geschultes Personal, das in der Regel nur in großen Kliniken oder Speziallabors vorhanden ist. „“Das LABiTec-Verfahren wird den logistischen und zeitlichen Aufwand sowie die Kosten reduzieren, die für die Beschaffung dieser wichtigen Diagnoseergebnisse anfallen““, so die Staatssekretärin. Kern der Innovation ist eine völlig neuartige Messmethodik, bei der die Bestimmung der Aggregation auf optischem Wege mittels LEDs erfolgt und bei der gegenüber dem herkömmlichen Verfahren mehrere Prozessschritte eingespart werden. Neben medizinischen Einrichtungen könnte das neue Messsystem auch in der Pharmaindustrie Verwendung finden, unter anderem bei der Entwicklung von Medikamenten gegen funktionale Störungen der Blutgerinnung, so genannte Thrombozytopenien. LABiTec will mit dem Vorhaben bis zum Jahr 2016 zwölf neue Arbeitsplätze schaffen. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 21 Mitarbeiter.

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 704 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 122 Mio. Euro.