Es gibt immer Menschen, die sagen: „Was soll ich da schon ausrichten?“…
Denn natürlich betrifft es uns. Politisch, wirtschaftlich, menschlich und irgendwann auch ganz praktisch. Krieg bleibt nie sauber begrenzt auf „die anderen“. Er frisst sich durch Gesellschaften, durch Haushalte, durch Sprache, durch Angst, durch Abstumpfung. Und vor allem frisst er Menschenleben.
Und ja, manche sagen dann: „Es ist doch immer dasselbe.“ Richtig. Es ist immer dasselbe. Immer dieselben Ausreden. Immer dasselbe Wegsehen. Immer dieselbe bequeme Haltung, dass man erst dann betroffen sein will, wenn es vor der eigenen Haustür kracht. Aber Frieden lebt nicht davon, dass Menschen schweigen, gähnen oder zum nächsten Familienkaffee weiterziehen, während die Welt weiter brennt.
Frieden braucht Präsenz. Haltung. Öffentlichkeit. Menschen, die wenigstens noch den Anstand
Wer immer etwas Besseres vorhat als Frieden, sollte sich wenigstens ehrlich eingestehen, dass nicht mangelnde Wirksamkeit das Problem ist, sondern mangelnde Bereitschaft. Ostermontag ist kein Termin wie jeder andere. Er ist eine Entscheidung. Zwischen Bequemlichkeit und Haltung.
Zwischen Wegsehen und Zeichen setzen. Zwischen privat beschäftigt sein und öffentlich Verantwortung zeigen. Wenn Menschen sterben, ist Gleichgültigkeit keine neutrale Position. Jetzt ist es genug, meint ihr nicht auch? Der Frieden ist kein Postkartenidylle!
