Frau und Wissenschaft: Frau forscht

Foto: TBF/Freywald
Die Anzahl von Frauen in Spitzenpositionen in der Forschung steigt an, wenngleich nur langsam, konstatiert der aktuelle Bericht der EU-Kommission „Women and Science: Excellence and Innovation – Gender Equality in Science“. Auf EU-Ebene sind lediglich 14 Prozent der Spitzenwissenschaftler Frauen, obwohl 44 Prozent der Hochschulabsolventen in wissenschaftlich-technologischen Fächern weiblich sind, heißt es weiter. Astrid Stadthaus-Panissié, frauenpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, begrüßt das zunehmende Interesse von Frauen an technischen Berufen…An der Fachhochschule Lübeck ergibt sich folgende Studiensituation: Im Fachbereich Angewandte Naturwissenschaft sind 30% aller Studierenden Frauen, im Fachbereich Bauwesen bereits 40%. Der Fachbereich Elektrotechnik wird zu 16% von Studentinnen belegt, für den Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen entscheiden sich 17% weibliche Studierende.
Die Anhebung der Zahl der in der Wissenschaft beschäftigten Frauen ist ein zentrales Element bei der Verwirklichung des Ziels, drei Prozent des BIP in Forschung und Entwicklung zu investieren. In dem Bericht führt die Kommission eine Reihe wichtiger Statistiken zur Stellung von Frauen in der Wissenschaft sowie laufender Initiativen zum Ausgleich des Geschlechterungleichgewichts an. Zugleich werden auch die auf europäischer Ebene laufenden und geplanten Maßnahmen zur Förderung der Rolle von Frauen in der Wissenschaft vorgestellt, wie zum Beispiel die Entwicklung einer Reihe geschlechterrelevanter Indikatoren zum Messen und Vergleichen der Erfolgsquoten von Männern und Frauen in Führungspositionen oder der Einrichtung des „Gender Watch System“ zur Beobachtung der Fortschritte in Richtung einer ausgewogeneren Beteiligung von Männern und Frauen im Forschungs-Rahmenprogramm. Ein geeignetes Instrument dazu wäre beispielsweise der Leitfaden zur Geschlechtergleichstellung für wissenschaftliche Bedienstete und Gutachter, heißt es. Zudem sollten Forschungsprojekte und -programme Maßnahmen zur Verbesserung der Geschlechtergleichstellung enthalten – entsprechend den Zielen im Verhaltenskodex für Forscherinnen und Forscher.
„Die Entwicklung ist auf positivem Wege. Wir brauchen gut ausgebildete Frauen in der Arbeitswelt, denn motivierte und qualifizierte Frauen bilden ein großes wirtschaftliches Kapital“, so Stadthaus-Panissié abschließend.
