Geänderter Veranstaltungsort: DSD lädt zur Preisverleihung in die Kulturwerft Gollan
Die drei überzeugendsten Entwürfe von Studierenden des Fachbereichs Bauwesen der Technischen Hochschule Lübeck für den Umbau des historischen Schuppen D auf der Lübecker Wallhalbinsel werden ausgezeichnet. Dazu lädt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) Medienvertreter herzlich ein. Anders als zuvor mitgeteilt, findet die Preisverleihung am Freitag, 18. September, um 17.00 Uhr nicht im Schuppen C auf der Wallhalbinsel, sondern in der Kulturwerft Gollan, im Atelier der TH Lübeck im Erdgeschoss, in der Einsiedelstraße 6, 23554 Lübeck, statt. Wir laden Medienvertreter herzlich zu diesem Termin ein.
Im März 2026 hatten knapp 30 Masterstudierende aus dem Fachbereich Bauwesen – Vertiefung „Forschung im Bestand“ – in mehreren Arbeitsgruppen Konzepte für den Umbau des nördlichen Hallenbereichs von Schuppen D, dessen Eigentümerin die DSD ist, entwickelt.
Entstehen soll so ein dauerhafter Standort für die Jugendbauhütte Lübeck mit Werkstatt- und Büroräumen, Seminar- und Gemeinschaftsflächen sowie Wohnmöglichkeiten für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ihr freiwilliges soziales Jahr in der Denkmalpflege absolvieren. Aktuell bieten Halle und Werkstatt, die auch künftig gemeinsam mit der Gesellschaft Weltkulturgut genutzt werden soll, nur provisorische Bedingungen.
Im Rahmen des studentischen Projekts der TH Lübeck sind acht Entwürfe entstanden, die am Freitag von einer Fachjury bewertet werden. Im Anschluss an die Jurysitzung werden die drei überzeugendsten Entwürfe ausgezeichnet.
Die studentischen Entwürfe zeigen unterschiedliche Ansätze, wie die historische Hafenhalle zu einem dauerhaften Zuhause für die Lübecker Jugendbauhütte und zu einem Ort, an dem nicht nur in Werkstätten gearbeitet, sondern an dem auch gewohnt wird und Fortbildungen stattfinden, werden kann. Ausgehend von einem Haus-im-Haus-Prinzip war es die Aufgabe, die neuen Nutzungen innerhalb der denkmalgeschützten Hallenstruktur entstehen zu lassen.
Holzrahmenbauten, die neue Flächen für Wohnen und Arbeiten schaffen, neue Oberlichter für mehr Tageslicht, verglaste Trennelemente, die so dennoch Sichtbeziehungen zwischen den Nutzungsbereichen ermöglichen, vertikale Stege und Laufweg, die durch die Halle führen, ein begrüntes Atrium, Gemeinschaftsbereiche oder ein historischen Eisenbahnwaggon als Aufenthalts- und Begegnungsort sind, sind einige der Ideen, die die Studenten in den Entwürfen integriert haben.
Ziel des Projekts ist es, die historische Industriearchitektur des Hafenschuppens zu bewahren und gleichzeitig einen zeitgemäßen Lern-, Arbeits- und Lebensort für die Freiwilligen der Jugendbauhütte zu schaffen. Die Werkstätten, Seminarräume und Gemeinschaftsflächen sollen künftig im unteren Bereich der Halle untergebracht werden, während in den oberen Ebenen Wohnräume für die Freiwilligen entstehen.
Die drei prämierten Entwürfe werden auch auf der „Denkmal“, Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung, in Leipzig vom 5. bis 7. November 2026 präsentiert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Jugendbauhütte werden in Halle zwei an den Ständen F40 und F38 gemeinsam vertreten sein und das Projekt Schuppen D auf einer Sonderfläche als Beispiel für die Verbindung von Denkmalpflege, Nachwuchsförderung und innovativer Nachnutzung historischer Bausubstanz vorstellen.
Die Lübecker Jugendbauhütte ist eine von bundesweit 16 Jugendbauhütten der DSD in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahren absolvieren in den Jugendbauhütten ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege und lernen traditionelle Handwerkstechniken durch praktische Arbeit, begleitet von Fachanleitern, direkt an historischen Bauwerken kennen.
