Gegen Privatschulgründung in Lübeck
Fraktion DIE LINKE. in der Lübecker Bürgerschaft kritisiert die Gründung einer Privatschule in Lübeck und ebenfalls die Möglichkeit einer Gründung weiterer Schulen in privater Trägerschaft auf dem Lübecker Stadtgebiet.
Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck hatte in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass sie die Gründung der katholischen Johannes-Prassek-Schule begrüßt und gefordert, die Gründung einer weiteren Privatschule in Moisling zu prüfen. Auf der Stadtteilkonferenz in Moisling vergangene Woche wurde deutlich, dass es keinen Bedarf für eine Schule in privater Trägerschaft gebe. Außerdem bildet sie sich gerade eine Meinung über die weitere Verwendung des Gebäudes.
Gänzliche Missachtung findet dieses im bürgerlichen Lager der Lübecker Bürgerschaft. „Den Bürgerwillen umsetzen“, heißt es immer scheinheilig in den Wahlversprechen – leider wird in dem Antrag zur kommenden Bürgerschaftssitzung, in dem Gespräche mit privaten Bildungsunternehmen über die Grund- und Hauptschule Moisling geführt werden sollen, klar – dass eben nicht der Bürgerwillen umgesetzt werden soll, sondern ohne Bürgerbeteiligung, direkt in eine Richtung geprüft werden möge – das ist die Krone der Missachtung des Bürgerwillens.
DIE LINKE schlug bereits in der Vergangenheit eine Einwohnerversammlung zur Meinungsfindung vor, in der könne man offen diskutieren, was nun mit dem Gebäude der Schule Moisling in der Zukunft passieren sollte. Den Bedarf einer weiteren Schule zweifelt DIE LINKE. ebenfalls stark an, denn nicht umsonst sind zwei Schulen in Moisling zusammengelegt worden.
„Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen! Wer das bestreitet und den erfüllten Wunsch der Eltern nach Wertorientierung und Wertvermittlung begrüßt lebt gänzlich an den Tatsachen vorbei, in einer Scheinrealität“, sagt Antje Jansen, Fraktionsvorsitzende der Lübecker Bürgerschaftsfraktion.
