Gesetzliche Rente bleibt Fundament der Alterssicherung
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Nord (DRV Nord) bekennt sich klar zur gesetzlichen Rentenversicherung als tragende Säule der Alterssicherung in Deutschland.„Die gesetzliche Rentenversicherung hat sich über Generationen hinweg als stabil, solidarisch und verlässlich erwiesen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist sie ein Anker für Vertrauen“, sagte der Vorsitzende des Vorstandes der DRV Nord, Matthias Maurer, heute auf der Vertreterversammlung der DRV Nord in Reinbek. Zugleich sieht Maurer angesichts des demografischen Wandels Handlungsbedarf für eine langfristig tragfähige und generationengerechte Weiterentwicklung des Rentensystems.
Die Vertreterversammlung beschäftigte sich mit den aktuellen rentenpolitischen Entwicklungen auf Bundesebene. Dazu zählen die Stabilisierung des Rentenniveaus, die geplante Ausweitung kapitalgedeckter Elemente sowie Maßnahmen zur Stärkung der Erwerbsbeteiligung. Aus Sicht Maurers reicht es jedoch nicht aus, einzelne Stellschrauben zu verändern. Notwendig sei vielmehr ein umfassender Reformansatz, der die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte in ihrer Gesamtheit berücksichtigt.
„Der demografische Wandel stellt unser Rentensystem vor enorme Herausforderungen. Deshalb braucht es eine ehrliche und ausgewogene Reformdebatte. Einzelmaßnahmen reichen nicht aus“, betonte Maurer. Neben einer höheren Erwerbsbeteiligung müssten dabei auch Fragen der Produktivität, der qualifizierten Zuwanderung, der Lebensarbeitszeit sowie der Einbeziehung weiterer Personengruppen in die Alterssicherung diskutiert werden.
Besonders wichtig sei dabei die Verlässlichkeit politischer Entscheidungen. „Vertrauen ist die wichtigste Währung der Rentenversicherung. Vertrauen darauf, dass eingezahlte Beiträge auch künftig zu verlässlichen Leistungen führen und politische Entscheidungen langfristig sowie generationengerecht getroffen werden“, betonte Maurer. Er erwartete von der Rentenkommission in den nächsten Tagen konkrete und tragfähige Vorschläge für die Zukunft, welche die Politik aufgreifen müsse.
Diesem Appell schloss sich Volker Reitstätter, Geschäftsführer der DRV Nord, an. „Es ist zu wünschen, dass die Verantwortlichen die Debatte sachlich und klar führen und nichts vertagen, was heute entschieden werden kann“, sagte Reitstätter. „Die Rentenversicherung verdient eine Diskussion, die nicht von kurzfristigen oder gar parteiinternen Interessen geprägt ist, sondern vom Blick auf die langfristige Stabilität unseres Gemeinwesens.“
Neben den rentenpolitischen Entwicklungen befasste sich die Vertreterversammlung der DRV Nord auch mit der strategischen Weiterentwicklung der Organisation. Themen waren unter anderem die Personalentwicklung und die Fachkräftesicherung

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