IHK zu Kiel begrüßt Nominierung Kiels als deutschen Segelstandort
Fotos: IHK/Sebastian Geisler· IHK-Präsident Knud Hansen freut sich über „Anerkennung für das leidenschaftliche Engagement aller Beteiligten“
Die IHK zu Kiel begrüßt die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Kiel gemeinsam mit München für die deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu nominieren. Damit ist Kiel der deutsche Standort für die maritimen Wettbewerbe im weiteren internationalen Bewerbungsverfahren.
„Wir freuen uns sehr über die Nominierung Kiels als deutschen Segelstandort. Das ist eine Anerkennung für das leidenschaftliche Engagement aller Beteiligten in Kiel und die große Erfahrung unserer Stadt bei internationalen Segelsportveranstaltungen“, sagt Knud Hansen, Präsident der IHK zu Kiel. „Dieser tolle Etappensieg hat gezeigt, was wir gemeinsam erreichen können, wenn wir alle an einem Strang ziehen.
Mit der Kieler Woche, dem Ocean Race sowie Welt- und Europameisterschaften haben wir bereits vielfach bewiesen, dass Kiel Segelsport auf höchstem Niveau organisieren kann. Das ist uns ein Auftrag für die Zukunft.“ Der DOSB hatte auf seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. September in Baden-Baden zwischen den Hauptaustragungsorten München und Köln/Rhein-Ruhr sowie den Segelstandorten Kiel und Rostock-Warnemünde gewählt.

Auch Thore Hansen, Geschäftsführer der Feuer und Flamme für Kiel GmbH, ist hochzufrieden: „Es war ein enges Rennen, am Ende hat sich unsere Hoffnung erfüllt – nicht zuletzt wegen des tollen Rückenwinds der Kieler Bevölkerung.“ Bei einem Bürgerentscheid am 19. April hatten rund 64 Prozent der teilnehmenden Kielerinnen und Kieler ihre Zustimmung für die Olympia-Bewerbung der Stadt zum Ausdruck gebracht. „Auch die große Erfahrung mit Segelsport-Großveranstaltungen hat dazu beigetragen, dass der DOSB für Kiel gestimmt hat. Die Gastfreundschaft der Kieler bei Veranstaltungen wie der Kieler Woche ist immer wieder überwältigend“, so der Geschäftsführer.
Die Nominierung durch den DOSB ist zunächst ein wichtiger nationaler Zwischenschritt. Nun muss sich die deutsche Bewerbung im internationalen Verfahren behaupten. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe der Spiele trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC).
IHK-Präsident Hansen betont die langfristigen Chancen für Kiel und die Region: „Olympische und Paralympische Segelwettbewerbe können wichtige Impulse für Investitionen in Infrastruktur, Innovation und Nachhaltigkeit geben. Und dabei geht es nicht nur um Infrastruktur für zwei oder drei Wochen Olympia. Sondern: Was heute für die Spiele entwickelt und modernisiert wird, soll der Region über Jahrzehnte zugutekommen – dem Sport, der maritimen Wirtschaft, dem Tourismus und den Menschen vor Ort.“
Die Wirtschaft hatte die Bewerbung in den vergangenen Monaten mit der Kampagne „Kiel sagt JO!“ aktiv unterstützt. Getragen wurde die Initiative von der Feuer und Flamme für Kiel GmbH und finanziert durch Unternehmen aus der Region. „Ich möchte mich bei allen Sponsoren und Unterstützern der JO!-Kampagne für ihr großartiges Engagement bedanken“, sagt Thore Hansen. „Gemeinsam mit Land, Stadt und organisiertem Sport hat die Wirtschaft ein positives Zwischenergebnis erreicht.“
Mit München verbindet Kiel bereits eine olympische Geschichte: 1972 war Kiel Austragungsort der Segelwettbewerbe. „Olympia zählt zur Identität unserer Stadt. Jetzt haben wir die Chance, diese erfolgreiche Verbindung neu zu beleben. Die Zusammenarbeit mit München wird nun weiter aufgebaut. Wir sagen JO! zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Kiel und München und freuen uns auf die internationale Entscheidung des IOC“, so Knud Hansen.
