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Junge Liberale Lübeck: Uni-Kompromiß vorwiegend positiv

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Zum Kompromiss im Kampf um die Eigenständigkeit der Universität Lübeck äußert sich der hochschulpolitische Sprecher der Jungen Liberalen, Albert Krewinkel.

Der Kompromiss in der Diskussion um die Zusammenlegung der schleswig-holsteinischen Universitäten rief bei den Lübecker Jungen Liberalen eine überwiegend positive Reaktion hervor. Besonders erfreut zeigte sich Albert Krewinkel über den weitestgehenden Erhalt der Eigenständigkeit der Universität zu Lübeck. Der Status Lübecks als medizinisch-naturwissenschaftlicher
Innovationsstandort sei somit gewahrt, so Krewinkel. Als Schritt in die richtige Richtung sei auch die weitreichende Autonomie des geplanten Universitätsrates zu werten. Zudem, so die Jungen Liberalen, sei die Parität der Hochschulen im künftigen Universitätsrat Grundlage dafür, dass Lübecker Interessen auch in Zukunft in ausreichendem Maße berücksichtigt würden. Gleichzeitig jedoch wies Krewinkel darauf hin, dass die geplante Neuordnung der Gremien das Mitspracherecht der Studierenden an den Universitäten zu sehr beschneide. Er sagte
dazu: „Da Studierende durch Studiengebühren stärker an der Hochschulpolitik beteiligt werden sollen, muss dies durch ein angemessenes Mitspracherecht in den budgetverwaltenden Gremien verdeutlicht werden.“ Die Absicht hierzu sei in dem jetzt vorliegenden Entwurf nicht zu erkennen.

Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Universitätsrat nur ein Übergangszustand seinen dürfe, der letztendlich zu größtmöglicher Selbstverwaltung der Hochschulen führen müsse. Entscheidungen, wie die Berufung von Professoren und die Verwaltung von Drittmitteln, müssen mittelfristig allein von der entsprechenden Hochschule getroffen werden können. Außerdem sei bei dem jetzigen Vorschlag verfrühte Aussagen über das künftige Hochschulgesetz unangebracht: „Angesichts des sprunghaften Verhaltens von Minister Austermann sind endgültige Beurteilungen erst möglich, wenn der Gesetzestext vorliegt.“ Bis zu diesem Zeitpunkt seien die Interessen der Lübecker konsequent weiterzuverfolgen, um spätere Fehlentwirklungen zu verhindern.