Politik & Wirtschaft

Machtkampf in der Frauen Union

Der diesjährige Delegiertentag der Frauen Union, der am 14. Mai ab 9.30 Uhr in den Holstenhallen, Neumünster, stattfindet, wird einen Machtkampf um den Landesvorsitz erleben. Gegen die zur Wiederwahl stehende Landesvorsitzende Karin Wiedemann kandidiert ihre Stellvertreterin Katja Rathje-Hoffmann. Gäste sind die Bundesvorsitzende der Frauen Union, Prof. Dr. Maria Böhmer, die FU-Bundesgeschäftsführerin Claudia Hassenbach und der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der CDU, Dr. Christian von Boetticher.Karin Wiedemann erklärt dazu: „Ich stelle mich erneut der Wiederwahl in der Gewissheit, dass unsere Delegierten Leistungen und Engagement der letzten 10 Jahre würdigen werden.“

Karin Wiedemann hat seit genau 10 Jahren die Frauen Union als unabhängige Vereinigung mit eigenen Themen und dem Blick auf spezifisch weibliche Interessen geprägt. Frühzeitig – weit vor der allgemeinen Akzeptanz des Themas – forderte die Frauen Union unter ihrer Führung verstärkte Sorgfalt auf die frühkindliche Förderung, kämpfte gegen die Medienverwahrlosung von Kindern und Jugendlichen, für bessere Ausbildung der Erzieherinnen und machte auf das Problem der Teenagerschwangerschaften und ihre sozialen Hintergründe aufmerksam. Europapolitik für Frauen war ein immer wieder aktualisiertes Thema. Dass Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit und faire Aufstiegschancen in Politik und Wirtschaft haben müssen, ist ein nach wie vor unerfülltes Ziel für das Wiedemann sich vehement einsetzt.

Nicht überall im Lande für ihr Streben nach tatsächlicher Gleichstellung geliebt, aber in ihrer Eigenständigkeit respektiert, hat sich unter ihrer Führung die Frauen Union unseres kleinen Landes Schleswig-Holsteins auf Bundesebene hohe Akzeptanz erarbeitet. Als Bundeskoordinatorin des Mentoringprogramms und Mitgestalterin der Virtuellen Akademie entwickelte sie beispielhafte und vielbeachtete neue Instrumente, um Frauen künftig den Weg auch in die politischen Spitzenämter zu erleichtern. In Schleswig-Holstein führt Karin Wiedemann das Mentoringprogramm derzeit zum dritten Mal durch. Dessen begleitendes Fortbildungsprogramm sucht an Umfang und Tiefe seinesgleichen und wird bundesweit als beispielhaft betrachtet.

Das von ihr 2001 ins Leben gerufene „Hexenblatt“, genannt nach den weisen, heilkundigen Frauen der frühen Neuzeit, die ihres Wissens und ihrer freien Denkweise wegen verfolgt wurden, ist ein ungewöhnliches Parteiblatt, das über das Tagesgeschäft hinaus blickt und Wissen aus politischen und gesellschaftlichen Bereichen vermittelt und zum Weiterdenken anregt.

Karin Wiedemann:

„Die begonnenen Projekte sind keineswegs ausgereizt und haben viel Potential. Ihre Entwicklung will ich den kommenden Jahren fortsetzen und auch weiterhin thematische Anregungen und Informationen für die Arbeit der Orts- und Kreisverbände geben. Dabei gilt es, das hohe Gut der Unabhängigkeit unserer Vereinigung von Fraktion und Partei zu bewahren, um den frauenpolitischen Interessen Priorität einzuräumen.“