Lübeck Lupe

Umbau von Schuppen D: Prämierte Studentenideen bei denkmal in Leipzig

Foto: DSD/Lydia Schauff· Entwürfe für künftiges Zuhause der Jugendbauhütte in Lübeck zu sehen – Veranstaltung am 5. November.

Die drei besten Entwürfe des studentischen Ideenwettbewerbs der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Bauwesen, Vertiefung Bauen im Bestand, der Technischen Hochschule Lübeck zur künftigen Nutzung des nördlichen Teils des historischen Hafenschuppens Schuppen D werden auf der Messe „denkmal – Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung“ in Leipzig präsentiert. Auf einer Sonderfläche erfahren die Besucherinnen und Besucher mehr über den historischen Hafenschuppen, den Wettbewerb und können sich die drei überzeugendsten Entwürfe der Studierenden anschauen und wie diese den Umbau des Schuppens nach einem Haus-im Haus-Prinzip, bei dem die denkmalgeschützte Hallenarchitektur erhalten bleibt, umgesetzt haben. Am Donnerstag, den 5. November, wird es dazu von 10.15 bis 11.15 Uhr im Workshopzelt denkmalCampus, Halle 2, Stand L07, eine Veranstaltung geben, bei der die Studenten der prämierten Entwürfe ihre Konzepte erläutern und selbst kurz vorstellen.

Schuppen D soll künftig ein Zuhause für die Lübecker Jugendbauhütte sein. Hier absolvieren, wie in mittlerweile 15 weiteren Jugendbauhütten der DSD bundesweit und in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste, Jugendliche und junge Erwachsene ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege. Sie lernen traditionelle Handwerkstechniken unter Fachanleitung durch die Arbeit direkt am Denkmal. Bisher hat der Standort auf der Lübecker Wallhalbinsel, in dem unter anderem die Werkstatt untergebracht ist, nur provisorischen Charakter. Mit dem geplanten Umbau sollen auch Seminar-, Gemeinschafts- und Wohnräume entstehen.

Im Rahmen einer Projektwoche im März 2026 kamen die Studierenden der TH Lübeck und die Freiwilligen der Jugendbauhütte am Schuppen D zusammen, um erste Ideen gemeinsam zu entwickeln. Die Studierenden konnten praktisch mit dem Bestand arbeiten und das Gebäude und die Umgebung direkt vor Ort kennenlernen und erkunden.
Ausgehend davon haben die 28 Studierende in acht Gruppen ihre Konzepte für den Umbau und die Nachnutzung des nördlichen Teils von Schuppen D, der sich im Eigentum der DSD befindet, weiterentwickelt und im Juli vor Ort präsentiert.

Im September sind die Entwürfe von einer achtköpfigen Jury – bestehend aus Jan Oertling (Vorsitz, Doktorand und Lehrbeauftragter im Fachbereich Bauwesen, Schwerpunkt Bauen im Bestand), Nicola Petereit (Architektin), Katharina Belchhaus (kommissarische Leiterin des Bereiches Stadtplanung und Bauordnung der Stadt Lübeck), Ivalu Vesely (Architektin, Leiterin Jugendbauhütte Lübeck), Annette Liebeskind (Leiterin Abteilung Denkmalförderung, DSD), Marc Hanebutt (Leiter Abteilung Liegenschaften, DSD), Jörg Sellerbeck (Projektgruppe Initiative Hafenschuppen), Professor Dr. Wolfgang Sandberger (Possehl-Stiftung) – bewertet und die drei überzeugendsten Entwürfe prämiert worden.

Betreut wurde das Studierendenprojekt von Professor Michael Locher, Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Architektur mit Schwerpunktprofessur Bauen im Bestand, und Jan Oertling.

Die Ideen der Studierenden sollen in den weiteren Planungen für Schuppen D Beachtung finden. Damit leisten die Arbeiten einen Beitrag für die künftige Entwicklung der historischen Halle.

Auf der denkmal werden die Entwürfe als Beispiel für die Verbindung von Denkmalpflege, Nachwuchsförderung und innovativer Nachnutzung historischer Bausubstanz gezeigt. An den Ständen F40 und F38 in Halle zwei werden auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Jugendbauhütte vertreten sein und einen Einblick in ihre Arbeit geben.

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