Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel bei den Freien Berufen

2Selbst in Zeiten der Wirtschaftskrise nehmen die Freiberufler als kleine und mittelständische Unternehmer ihre volle gesellschaftliche Verantwortung wahr,“ stellte Hans-Peter Küchenmeister, der Vorsitzende des Landesverbandes der Freien Berufe in Schleswig-Holstein (LFB) fest. „Sie bieten der Gesellschaft eine regional gesicherte Arbeitsplatzstabilität,“ sagte er auf dem traditionellen Jahresempfang seines Verbandes.In einem Zehnjahresvergleich hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) einen Arbeitsplatzrückgang insgesamt festgestellt. Betriebe mit 500 und mehr Beschäftigten haben fast 26 Prozent abgebaut, bei der Größenordnung zwischen 250 und 499 Arbeitnehmern waren es 8 Prozent, bei kleinen und mittleren Unternehmen unter einer Beschäftigtenzahl von 250 Mitarbeitern wie die Freiberufler nur rund 2 Prozent.
„Die Freien Berufe haben einen festen Platz im wirtschaftlichen und politischen Leben,“ bekräftigte Wirtschaftminister Dr. Jörn Biel in seinem Grußwort, und ging damit auf deren ökonomische und gesellschaftspolitische Relevanz in vielen Lebensbereichen ein.
Biel zeigte sich überzeugt, das Schleswig-Holstein die Krise vergleichsweise gut meistern würde, weil der Mittelstand gut aufgestellt sei. Zudem habe sein Wirtschaftsministerium das Vergaberecht für öffentliche Aufträge deutlich vereinfacht. Ziel sei es jetzt, dass diese Investitionen zügig auf den Weg gebracht werden, um die Auftragslage der schleswig-holsteinischen Wirtschaft zu verbessern.
Küchenmeister sieht darin ein Zeichen der schleswig-holsteinischen Wirtschaftspolitik, nicht nur über Hilfen für große Industrieunternehmen nachzudenken, wie es auf Bundesebene geschieht, sondern auch den kleinen und mittelständischen Freiberuflern zu helfen, um die eigene Liquidität zu sichern und sich auch gegen Risiken wie etwa Insolvenzen von Dritten zu sichern.
In Schleswig-Holstein setzt der LFB sich auch in der Wirtschaftskrise intensiv für mehr Ausbildungsplätze ein und beteiligt sich an der Landespartnerschaft Schule/Wirtschaft.
Ein Kennzeichen der Freien Berufe sei es, dass sie nicht nur im Interesse derjenigen wirken, die sie bezahlen, sondern auch dem Gemeinwohl dienen: der Gesundheit, dem Rechtsstaat, der Sicherheit, den Sprachen oder der Kunst. „Freiberufler stehen mit ihrem Namen für die Qualität ihrer Arbeit ein,“ so Küchenmeister. „Unser Verhältnis zum Klienten, Mandanten, Patienten, Kunden wird immer ein persönlich geprägtes bleiben. Das haben wir fremdkapitalfinanzierten Ketten und börsennotierten Konzernen voraus.“
