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WSI-Studie 2026: Lohnt sich Arbeit in Deutschland noch?

Symbolfoto: Gemini KI generiert (c) TBF · Eine aktuelle Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) räumt mit populistischen Mythen auf und untersucht den Lohnabstand nach der jüngsten Sozialreform.

🏛️ Politik & Hintergrund
• Aus für das Bürgergeld: Nach hitzigen politischen Debatten und Einsparversprechen wurde das Bürgergeld Anfang Juli 2026 durch das neue „Grundsicherungsgeld“ ersetzt.
• Härtere Richtlinien: Die Reform erhöht den Druck zur Arbeitsaufnahme durch schärfere Sanktionen, verkürzte Fristen für die Kinderbetreuung und gestrichene Vermögens-Karenzeiten.

💼 Wirtschaft & Finanzen
• Arbeit lohnt sich immer: Auch mit dem neuen Grundsicherungsgeld bringt eine Vollzeitarbeit zum Mindestlohn (13,90 €) in jedem Haushaltstyp deutlich mehr Geld als der reine Leistungsbezug.
• Der Lohnabstand im Schnitt: Im Bundesdurchschnitt liegt das Plus für Erwerbstätige bei 623 Euro für Alleinstehende, 757 Euro für Alleinerziehende und 749 Euro für Familien.

👥 Gesellschaft & Fakten-Check
• Kinderzahl erhöht den Abstand: Entgegen landläufigen Behauptungen wächst der finanzielle Vorsprung von Arbeitenden mit der Zahl der Kinder, da zusätzliche Sozialleistungen (Wohngeld, Kinderzuschlag) greifen.

• Mythen widerlegt: Behauptungen, wonach Leistungsempfänger mehr Geld zur Verfügung hätten als Geringverdiener, werden durch das WSI-Steuer-Modell mathematisch als falsch und als politische Kampagne entlarvt.
• Faktor Wohnkosten: Regionale Unterschiede beim Lohnabstand hängen fast ausschließlich an den lokalen Mieten – je höher die staatlich anerkannte Miete, desto kleiner fällt der Abstand aus.

Zur WSI Studie: https://t1p.de/kulfc