WSP-SH: Überladenes Frachtschiff in der Schleuse Brunsbüttel
Brunsbüttel (ots) – Am 13.01.2012, gegen 13.30 Uhr stellten Beamte des Wasserschutzpolizereviers Brunsbüttel in der Großen Südschleuse fest, dass das unter der Flagge Antigua & Barbuda fahrende Motorschiff „RMS BUCHOLZ“, Heimathafen St. John`s, zu tief im Wasser lag. Die daraufhin von den Beamten durchgeführte Freibordberechnung ergab eine Überladung von 40 Tonnen. Der 90 Meter lange Frachter befindet sich auf der Reise von den Niederlanden nach Lettland. Er ist mit Asphaltgranulat beladen. Da sich nur wenig Ballastwasser an Bord befindet und das Schiff zusätzlich 30 Tonnen Kraftstoff in Brunsbüttel bunkern muss, wurde durch die zuständige Behörde für Schiffssicherheit angeordnet, dass 40 Tonnen des Ladegutes gelöscht werden müssen, bevor die Weiterfahrt gestattet wird. Gegen den Kapitän wird ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Er musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1024,- EUR hinterlegen. Das Entladen von Asphaltgranulat gestaltet sich jedoch als sehr problematisch, das es sich bei dem Stoff um Abfall handelt. Der Umgang mit Abfällen ist nur mit behördlicher Genehmigung erlaubt. Da diese Genehmigung nicht vor Montag, dem 16.01.2012 erteilt werden konnte, musste der Frachter über das Wochenende in Brunsbüttel liegen bleiben. Das Schifft liegt derzeit noch an den Bahnhofsdalben im Brunsbüttler Binnenhafen und wartet auf die behördliche Genehmigung zum Entladen. ots Originaltext: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein – Abt. 4 – Wasserschutzpolizei Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43800
Quelle: presseportal.de
