ACE-Erhebung: 78 Prozent der beobachteten Radfahrenden mit korrekter Fahrradbeleuchtung
Lübeck, 12.März 2026 · Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine funktionierende Fahrradbeleuchtung entscheidend für die Sicherheit im Straßenverkehr. Zwischen November 2025 und Ende Januar 2026 überprüften Ehrenamtliche des ACE unter dem Motto „Sehen und gesehen werden“ bundesweit die Beleuchtung von Fahrrädern. In 25 Städten wurden insgesamt 9.781 Radfahrende jeweils während einer einstündigen Stichprobe an stark frequentierten Radverkehrspunkten erfasst.
Mehrheit fährt mit Licht – aber noch nicht ausreichend
Die Auswertung zeigt ein insgesamt positives, aber noch ausbaufähiges Bild: 78 Prozent der beobachteten Radfahrenden waren mit vorschriftsmäßiger Beleuchtung unterwegs. Dennoch wiesen 22 Prozent Mängel auf oder fuhren komplett ohne Licht. Konkret waren etwa 10 Prozent ganz ohne Beleuchtung unterwegs, weitere 12 Prozent nur teilweise – etwa nur mit Vorder- oder Rücklicht.
„Gerade bei Dunkelheit, Regen oder in der Dämmerung entscheidet gute Sichtbarkeit über die Sicherheit im Straßenverkehr“, erklärt der ACE-Regionalbeauftragte Rüdiger Rohlf. „Wer rechtzeitig gesehen wird, kann Unfälle vermeiden. Deshalb sollte die Beleuchtung am Fahrrad regelmäßig überprüft werden.“
Norddeutschland mit besonders guten Ergebnissen
Besonders erfreulich fällt der Blick in den Norden aus: Leer erreicht mit 91 Prozent korrekt beleuchteten Fahrrädern den Spitzenwert der bundesweiten Stichprobe, dicht gefolgt von Kiel mit 90 Prozent.
„Am negativen Ende der Skala stehen Mannheim und München. In Mannheim waren 72 Prozent der erfassten Fahrräder nicht korrekt oder gar nicht beleuchtet. In München lag der Anteil fehlerhafter oder fehlender Beleuchtung bei 48 Prozent.“
Lübeck: Kleine Kontrolle – große Wirkung
Ein Rückblick auf eine ACE-Erhebung aus November 2025 in Lübeck zeigt: 17 Prozent der Radfahrenden waren mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs.
Von insgesamt 1310 erfassten Fahrrädern verfügten 1092 über die vorgeschriebene Beleuchtung mit weißem Frontscheinwerfer und roter Rückleuchte.
Im bundesweiten Vergleich liegt der Anteil der Fahrräder mit Beleuchtung bei rund 78 Prozent. Damit liegt Lübeck mit etwa 83 Prozent beleuchteten Fahrrädern leicht über dem bundesweiten Durchschnitt.
„Eine funktionierende Beleuchtung gehört zur Grundausstattung jedes Fahrrads“, so Rohlf. „Ein kurzer Lichtcheck vor der Fahrt kann entscheidend sein und erhöht die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden.“
Kinderanhänger häufig schlecht sichtbar
Während der Aktion fiel außerdem auf, dass Kinderanhänger häufig ohne eigene Beleuchtung oder Reflektoren unterwegs sind. Aufgrund ihrer niedrigen Bauhöhe können sie bei schlechten Sichtverhältnissen leicht übersehen werden.
Der ACE weist darauf hin, dass Anhänger bei Dunkelheit mindestens mit einer Rückleuchte sowie Reflektoren ausgestattet sein müssen. Zusätzlich kann ein Signalwimpel die Sichtbarkeit deutlich erhöhen.
Gesetzliche Anforderungen
Für Fahrräder gelten klare Vorgaben zur Beleuchtung. Dazu gehören:
- ein weißer Frontscheinwerfer
- eine rote Rückleuchte
- Reflektoren an Pedalen, Vorder- und Rückseite sowie an den Rädern
Der ACE ruft Radfahrende dazu auf, ihre Beleuchtung regelmäßig zu überprüfen und so aktiv zur Verkehrssicherheit beizutragen.
